Beim Lesen reisen – Gastbeitrag von Andrea Behnke

Parkbank im Schatten Las Palmas Gran Canaria

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Blogwichteln vom Texttreff


Beim Texttreff gibt es jedes Jahr ein Blog-Wichteln. Mir wurde Andrea Behnke, Journalistin und (Buch-)Autorin, zugelost, die mir einen wunderschönen Gastbeitrag schenke. 🙂 Und nun viel Spaß beim Lesen!

Blogwichteln vom Texttreff. Dem Netzwerk wortstarker Frauen. Gastbeiträge als Wichtelgeschenk.
Textinen Blogwichteln

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Andrea Behnke lost Gran-Canaria-Blog

Als ich erfuhr, dass ich beim Texttreff-Blogwichteln für Paula Petersens Spanien-Blog schreiben darf, dachte ich zunächst: Oh, Spanien – damit verbindet mich nicht viel. Es ist nicht so, dass ich Spanien nicht mag, nein: Gerne würde ich zum Beispiel einmal nach Andalusien fahren. Einzig: Ich war bisher nur zwei Mal beruflich auf Mallorca, ansonsten kenne ich das Land noch nicht.

Rafael Sánchez Ferlosio

Doch dann fiel mir ein Buch von meinem Stapel ungelesener Bücher in die Hände: „Abenteuer und Wanderungen des Alfanhui“. Geschrieben von Rafael Sánchez Ferlosio. Die Originalausgabe erschien schon 1951, doch das Buch mutet ganz und gar nicht antiquiert an. Schon beim Reinblättern staunte ich über die poetische und zeitlose Sprache.

Reisen durchs Lesen

Und da dachte ich: Ich kann jederzeit verreisen – und mache es ständig. In Büchern nämlich. Bücher nehmen mich mit auf die Reise. In andere Zeiten, in andere Welten und eben auch in andere Länder.

Abenteuer und Wanderungen des Alfanhui

Alfanhui entführt mich ins Spanien der 50er Jahre. Dem Autor gelingt es, mit wenigen Sätzen fremde Orte um mich herum entstehen zu lassen. Der Junge Alfanhui, benannt nach seinen Augen, die aussehen wie die Augen von Rohrdommeln, geht immer wieder auf Wanderschaft. Er, der die Schule hat verlassen müssen, weil er Tinte aus toten Eidechsen gewonnen hat, kommt zunächst nach Guadalajara. Mit einem Tierpräparator, seinem Meister, erfindet er neue Tiere und Pflanzen – mystische und unbekannte.

Guadalajara

„In dem Sonnengarten stand dicht am Zaun ein Mandelbaum, der seine Zweige über die Straße hängen ließ. Im Sommer setzte sich eine Zikade auf die Rinde dieses Mandelbaums und sang während der ganzen Mittagszeit. Die Luft wurde drückend bei dem Gesang, niemand vermochte sich zu rühren, ehe die Zikade wieder verstummte. So schwer waren alle Dinge. Es war die Zikade der schwülen Hitze, der bleiernen Schwüle, bei der die Wassermelonen verdarben.“ (S. 38/39)

Mandelbaum auf Gran Canaria

 

Madrid

Doch Alfanhuis‘ Glück auf dem Land währt nicht lang. Er muss weiter ziehen – nach Madrid.

„Die Stadt war violett. Sie floh in einen Hintergrund aus grauem Dunst. Unter einem niedrigen Himmel lag sie, über den Boden ausgebreitet, wie eine unendlich große Haut. Auf ihrem Rücken sträubten sich würfelförmige Schuppen, viereckige Glimmerblättchen aus rotem Glas, die in der Spiegelung der untergehenden Sonne wie hauchdünne Kupferfolien flimmerten.“ (S. 74)

Bilder im Kopf

Ein paar solcher Beschreibungen nur, und ich sehe die Großstadt vor mir. Der Autor schafft es, dass Bilder in meinem Kopf sind. Wunderbar – ich reise. Während ich lese, begleite ich Alfanhuis: am Fluss entlang, durch Steppen, durch wilde Landschaften, durch die Großstadt bis zum Gebirge.

Felsmassive auf Gran Canaria

„Wo die Steinhalden enden, ragt jäh und senkrecht die Stirn des Gebirges auf. Wie ein Alpdruck wirken die riesigen Fratzen, wenn sie zum Vorschein kommen, alte felsige Fratzen, die gen Süden schauen.“ (S. 113)

Fremde Landschaften und märchenhafte Gestalten

Wo Alfanhuis auch ist, merkwürdige märchenhafte Gestalten sind schon da. Und eben fremde Landschaften, die – wie in vielen Büchern – auch hier eine (Neben-)Rolle spielen. Dadurch kann ich ein wenig spanische Luft schnuppern. Immerhin!

Das Buch

Rafael Sánchez Ferlosio
Abenteuer und Wanderungen des Alfanhui
Insel Verlag, Frankfurt 2004

Gastautorin

Andrea Behnke
www.behnke-blicke.de

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Ich hoffe, euch gefällt der Beitrag genauso gut wie mir und habt euch entführen lassen.

Eure,

Paula Petersen

p. s.

Bei den Fotos habe ich gemauschelt. Es ist kein Mandelbaum und es ist nicht die beschriebene Felslandschaft, sondern … Gran Canaria.

Gastbeitrag von Nessa Altura: Schnee … überall

Schnee, Berge, Langlaufloipen

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Hallo,

hier ist wieder Paula mit einem neuen Beitrag. Dieses Mal wurde er nicht von mir, sondern von meiner Schreibkollegin Nessa Altura verfasst. Sie machte sich Gedanken, was Kanaren im Januar interessieren könnte. Lest, was ihr dazu einfiel, aber lest auch, was ich abschließend darunter schrieb. Denn es gab etwas ganz Besonderes im Januar auf Gran Canaria! Aber  … erstmal viel Spaß mit dem Gastbeitrag. 

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Paula und ich sind in einem Netzwerk, dem Texttreff, zusammen. Jedes Jahr schenken wir einander einen Blogbeitrag zu Weihnachten, die Partnerinnen losen wir aus. Bis in den Januar hinein kann daran gefeilt werden. Was nun könnte eine Leserin, einen Leser in Gran Canaria im Januar interessieren? Etwas, das ganz und gar exotisch ist, denke ich doch, oder? Fühlen Sie sich jetzt bitte angesprochen: Meine Gedanken kreisen um den Schnee.

Wie er jungfräulich weiß da liegt, nachdem er nächtens vom Himmel herabgefallen ist. Menschen verbinden unzählige Assoziationen mit dieser weißen Fläche: Unschuld, Reinheit, Tod, Nirwana, was immer. Hängt vom jeweiligen Kulturkreis und seinem Symbolfundus ab. Ich als Autorin denke natürlich: Ha, ein weißes unbeschriebenes Blatt! Toni, der Held meiner Story, die demnächst in einem eBook nachzulesen sein wird, denkt: Ha, Hochzeitsnacht!

Und was denken Sie?

Lange bleibt so eine herausfordernde Fläche ja nicht unberührt. Erst kommt das Loipenfahrzeug,

 

LoipenfahrzeugLoipenfahrzeug
Loipenfahrzeug

dann die zwei Spuren.

Langlaufspuren frisch gezogen
Langlaufspuren frisch gezogen

Und dann der Loiper, resp. Langläufer.

 

Schnee, Berge, Langlaufloipen
Schnee, Berge, Langlaufloipen

Ich liebe den Langlauf. Und warum?

Die Philosphin Agnes Heller (Nachfolgerin Hannah Arendts auf deren Lehrstuhl in New York), hats mir (im SZ-Magazin von letzter Woche) erklärt:
„Wenn der Körper etwas Mechanisches macht, funktioniert der Geist am besten.“

Die Philosophin, verrät sie, tuts beim Schwimmen.
Ihr Mann beim Abwaschen (wie praktisch!)
John Irving beim Body-Builden.
Patricia Highsmith beim Unkrautjäten.
Ewa Jostes beim Stricken.
Paula beim Radfahren.

Und ich beim Loipen.

Was?
Nachdenken.
Und wobei haben Sie Ihre besten Ideen?

Schöne Grüße von Nessa Altura

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Was Nessa Altura nicht wissen kann, ist, dass es hier im Januar auch geschneit hat. Nicht überall und es lag auch nicht meterhoch, aber doch, ab einer Höhe von 1600 Metern gab es für zwei Tage zwei Zentimeter Schnee. Und das beste ist das Schauspiel, welches es dann zu sehen gibt. Denn die Kanaren fahren bei Schnee mit dem Auto auf den Berg, bauen einen kleinen Schneemann, stellen diesen auf ihr Autodach und fahren hinunter ins Tal. Es gab Chaos, weil zu viele Autos zum Schnee wollten, sodass einige Bergstraßen gesperrt wurden. Lange Zeit ging nichts mehr. 😀

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Im März 2014 gibt es mein eBook Himmel, Harsch und Firn für 2,99 € von Amazon zu kaufen. Zu lesen auf dem Kindle, dem Tablet oder dem PC. Wenn Sie rechtzeitig informiert werden wollen: Eine kurze Mail an nessaaltura@online.de genügt.

Wetterwarnung gelb für Gran Canaria – es wird 30 Grad heiß

Zu sehen ist nichts als blau. Blauer Himmel, wohin ich auch schaue. Foto: Paula Petersen

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Die strahlende Sonne, die bei fehlenden Wolken die Temperaturen auf über 30 Grad ansteigen lässt. Foto: Paula Petersen
Die strahlende Sonne, die bei fehlenden Wolken die Temperaturen auf über 30 Grad ansteigen lässt.

Hallo, hier ist wieder Paula. Wetterwarnung mal anders. Kein Hochwasser, kein Unwetter, kein Gewitter und keine arktischen Verhältnisse. Nein, es werden 30 Grad und davor wird gewarnt.

Wetterwarnung gelb

Hier auf Gran Canaria wurde eine Wetterwarnung gelb herausgegeben. Es soll ab heute in den nächsten Tagen 30 Grad werden. Nachts werden es dann auch nur noch 22 Grad. Es werden Hinweise gegeben, wie man sich zu verhalten hat. Da auch kaum Wind weht, fühlen sich diese 30 Grad richtig heiß an.

Nicht für ganz Gran Canaria

Zu sehen ist nichts als blau. Blauer Himmel, wohin ich auch schaue.  Foto: Paula Petersen
Zu sehen ist nichts als blau. Blauer Himmel, wohin ich auch schaue.

Diese Wetterwarnung gilt für den Süden, Südosten und Südwesten. Im Norden, zum Beispiel Las Palmas, werden es bei Wolken nur 19 Grad. Und wie hier rechts bei meiner Wetter-Info zu sehen ist, ist es in Arinaga ein paar Grad kühler. Das ist angenehm, denn mir reichen auch schon 28 Grad bei leichtem Wind.

Sommer auf Gran Canaria

Zum ersten Mal erlebe ich den Sommer auf Gran Canaria. Bis dato war ich immer im Herbst auf dieser Insel, nicht zuletzt, weil die Flüge zu der Zeit sehr günstig sind. 30 Grad, strahlender Sonnenschein und kaum Wind, kenne ich daher nicht und bin gespannt wie es mir mit dieser Hitze ergeht.

Hauseigener Pool

hauseigener Pool für die nächtliche Abkühlung gerade bei den sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad sehr wichtig. Foto: Paula Petersen
hauseigener Pool für die nächtliche Abkühlung gerade bei den sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad sehr wichtig.

In meinen hauseigenen Pool sprang ich noch nicht, da das Wasser wirklich sehr frisch ist, was Kinder nicht stört. Aber sollte das Wetter so bleiben oder auch hier in Arinaga das Thermometer über 30 Grad anzeigen, werde ich vorm Schlafengehen einfach eine Abkühlung in diesem kühlen Nass wagen.

Sommer auch in Deutschland

Ich las heute, dass zum Siebenschläfer in Norddeutschland schönes Wetter ist, sodass ich mit meinen Wetterhinweisen keinen in Deutschland neidisch machen werde. Und nach dem ganzen Regen und dem anschließenden Hochwasser gönne ich das jedem, wenn auch in Deutschland endlich mal der Sommer einkehrt.

Eure,
Paula

NEU: Newsletter mit Benachrichtigung bei neuen Beiträgen

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Hallo, hier ist wieder Paula. Dieses Mal mit einer technischen Information zum Newsletter / Mailingsliste.

Benachrichtigung bei neuen Beiträgen

Es gibt jetzt die Möglichkeit sich in meinem Newsletter einzutragen. Wer sich dort einträgt, erhält eine Mail mit der Zusammenfassung des Beitrages und kann bei Interesse auf den dazugehörigen Link klicken. Wer darauf klickt gelangt auf meine Webseite www.gran-canaria-blog.de auf den dazugehörigen Beitrag und kann diesen in voller Länger lesen und kommentieren.

Informationen zum Ein- bzw. Austragen

Eintragen könnt ihr euch, wenn ihr auf dem Reiter „Newsletter“ klickt. Dort gibt es die Möglichkeit sich von diesem Newsletter an- und abzumelden. Tragt dort eure Mail-Adresse ein an die diese Mail geschickt werden soll und schon geht es los.

Ich würde mich freuen, wenn ihr euch zu Hauf dort eintragt und ihr so immer auf dem Laufenden bleibt, ob und was ich neu gepostet habe.

Eure,

Paula

Auf Gran Canaria kommen mich alle besuchen – Geschäftsidee

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Hallo, hier ist wieder Paula. Anfangs wurde ich nicht für voll genommen, dann erhielt ich skeptische Blicke und nun werde ich beneidet. Oder anders, sie wollen mich alle besuchen kommen.

Meine Auswanderungsidee wollte mir erst keiner glauben

Zuerst als ich erzählte, dass ich nach Spanien auswandern werde, bekam ich ein „Ja-Ja“-Lächeln geschenkt. Keiner wollte das so recht glauben. Da ich zu dem Zeitpunkt auch noch keinen genauen Termin wusste, dachten viele, dass sich das wieder auswächst. Aber weit gefehlt. Ich erzählte immer mehr und häufiger über das Thema. Aber die Begeisterung, die ich dachte mit meiner Entscheidung auszulösen, kam nicht. Es kamen Fragen, ob ich es mir gut überlegt hätte, warum ich weg wolle, warum ich alles aufgeben möchte usw. Es kamen Zweifel und Misstrauen. Das wunderte mich etwas war ich doch so begeistert und dachte, alle anderen müssten es auch sein.

Nun wird gefragt, ob sie mich besuchen können

Nun aber hat es sich umgekehrt. Zu dem Zeitpunkt, wo meine halbe Wohnung aufgelöst war, merkte jeder, dass ich es ernst meinte. Obwohl es nicht stimmt, es gab von Anfang ein paar liebe Freundinnen, die mir das glaubten und wussten, dass ich das durchziehe. Die standen von Anfang hinter mir und fragten mich neugierig aus. Sie und natürlich die anfänglichen Skeptiker sind aber nur auf der Schiene, dass sie mich in meinem Paradies besuchen wollen. Da ich noch keine Wohnung habe, suche ich seit dem auch Wohnungen mit einem Gästezimmer. Denn wenn ich so viel Besuch bekam, dann sollte es ein extra Zimmer für die Gäste geben.

Eine neue Geschäftsidee ist geboren

Eigentlich ist es eine gute Geschäftsidee. Ich könnte mein Gästezimmer an meine Besucher vermieten und erhielt so ein kleines Zubrot. So gesehen sollte ich ordentlich Werbung machen, damit jeden Monat jemand kommt. Ich fühlte mich super mit meiner Geschäftsidee, sollten also die Ideen für meine Romane ausgehen, werde ich mein Gästezimmer dauervermieten. Allerdings ist das ja immer so eine Sache, wenn gesagt wird „wir kommen dich besuchen“. Das wird so leicht daher gesagt. Gemeint ist es in dem Moment ja so, aber dann kommt der Alltag und eigentlich immer was dazwischen. Also sollte ich meinen Haushalt ohne diese Einnahmen planen.

Bin gespannt, ob morgen die letzten Sachen abgeholt werden und ich eine leere Wohnung übergeben kann. Denn morgen Abend ist Wohnungsübergabe und dann gibt es vorerst die letzte Nacht hier in Deutschland.

Eure,

Paula

 

 

Quadratischer Kopf (Deutsche) versus mañana-Mentalität (Spanier)

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Hallo, hier ist wieder Paula. Dieser Blog begleitet meine Wandlung von einer Deutschen mit quadratischem Kopf zu einer mañana-Mentalität der Spanier.

Deutsche haben einen quadratischen Kopf

Ich wusste von meinen Urlauben, dass Spanien anders als Deutschland ist. Und Spanier anders als Deutsche. Mal abgesehen, dass das gut so ist, birgt das doch recht viel Zündstoff, bis ich mich als Deutsche mit quadratischem Kopf an die spanische Mentalität gewöhnt habe. Da es für mich eine Umstellung sein wird, sich an diese „komm ich heut nicht, komm ich morgen“-Mentalität zu gewöhnen, wollte ich euch dran teilhaben lassen.

Das Blog wandelt negative in positive Energie

Zudem ist es schön, wenn mir wieder etwas passiert. Würde ich mich normalerweise ärgern, freue ich mich, weil ich einen weiteren interessanten Beitrag für diesen Blog schreiben kann. So werden aus negativen oder ärgerlichen Erlebnissen tolle und interessante Beiträge. Auch über Fehler, Schwierigkeiten und Problemen werde ich hier berichten. So können andere im besten Fall von mir lernen und ich wandle negative in positive Energie.

Spanische Mentalität aus Sicht einer Deutschen

In Spanien laufen die Uhren anders, sind:

  • feste Verabredungen lose Interessenbekundungen,
  • bedeutet „mañana“ nicht morgen,
  • wird nachmittags eine Siesta gehalten, wenn in Deutsschland hektisches Treiben herrscht, weil bald Feierabend ist,
  • wird abends um 22 Uhr gegessen, wo in Deutschland die Hälfte aller Menschen bereits seit 18 Uhr das Essen einstellten, damit das Essen nicht ansetzt,
  • sind fixe Termine mit genauer Zeitangabe eine grobe Vorgabe für ein Treffen. Das gilt für Makler, Busse, Veranstaltungen sowie für Privatmenschen.

Quadratische Eigenschaften von Deutschen aus Sicht einer Spanierin

Eine Freundin aus Spanien wundert sich immer über die Fragen der Deutschen. Wenn sie gefragt wird, wie warm das Meer ist, antwortet sie, dass es angenehm ist. Aber sie sagt, Deutsche wollen immer eine Zahl wissen. Wie viel Grad hat das Wasser? Wie viel Grad sind es nachts und wie viel tagsüber? Wie viele Stunden ist es hell und wie viel Grad sinkt die Temperatur, wenn es bedeckt ist? Oder die Deutschen kochen auch exakt nach den Grammangaben. Sie und viele Spanier kochen „nach Gefühl“. Ich frage mich gerade, ob Spanier über die Ei-Anekdote von Loriot lachen? Das werde ich mal erfragen. Vorher schaue ich, ob es diesen Sketch auf spanisch gibt.

Was meint ihr?

Eure,

Paula