Noche de San Juan in Playa Arinaga statt Las Palmas gefeiert

Noche de San Juan am 23. Juni 2013 gefeiert in Playa Arinaga. Foto: Paula Petersen

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Hallo, hier ist wieder Paula. Die Noche de San Juan feierte ich an meinem Wohnort Playa Arinaga, um nächstes Mal in Las Palmas zu feiern und den Unterschied festzustellen.

Noche de San Juan

In dieser Nacht werden zweilerlei Ereignisse am Strand gefeiert. Zum einen den Geburtstag von Johannes den Täufer (christliches Fest) und zum anderen der Sommeranfang. Bei Eintritt der Dunkelheit (ca. gegen 21.30 Uhr) treffen sich Familien, Freunde, Partner … am Strand. Es werden Feuer entzündet, die die bösen Geister vertreiben sollen. Immer häufiger werden auch Feuerwerke um Mitternacht gezündet. Aber vor allem ist es ein Fest. Ich sah viele, viele Menschen hier zum Strand gehen. Sie alle hatten ein Handtuch und viel zu Essen und Trinken dabei. Hier in Arinaga trafen sie sich auf der Promenade und saßen entweder auf den Steinplatten, den Bänken oder den Stufen zum Meer.

Die Noche de San Juan am 23. Juni 2013 in Playa Arinaga gefeiert. Foto: Paula Petersen
Die Noche de San Juan am 23. Juni 2013 in Playa Arinaga gefeiert.

Gebräuchliche Rituale zur Noche de San Juan

In dieser Nacht wird aber noch viel mehr gemacht, als Feuer entzündet. Es gibt viele gebräuchliche Rituale:

  • Lorbeerzweige in/an den Häusern, sollen Glück bringen,
  • im Feuer werden Zettel mit Wünschen verbrannt, die in Erfüllung gehen sollen,
  • am Strand wird gefeiert, damit die Verunreinigungen durch das Salz-Wasser-Gemisch gesäubert werden,
  • um Mitternacht stellt man sich rückwärts in das Meer, damit die Seele gereinigt wird.

    Noche de San Juan am 23. Juni 2013 gefeiert in Playa Arinaga. Foto: Paula Petersen
    Noche de San Juan am 23. Juni 2013 gefeiert in Playa Arinaga.

Spezielle Rituale zur Noche de San Juan

Dann gibt es noch ganz spezielle Rituale, die bei Problemen helfen sollen. Diese sind:

  • Um Mitternacht wird ein Ei in ein Wasserglas geschlagen. Dabei denkt man an ein Problem, was einen persönlich betrifft oder auch die Menschheit. Am nächsten Morgen schaut man sich die Formen an, die Aufschluss über die Antworten geben. Hier gibt es sogar Hilfe, wer die Form des Eies nicht selbst erklären kann.
  • Wer mit seiner Beziehung unzufrieden ist, der nehme einen weißen Teller mit Wasser und lasse zwei Nadeln in das Wasser fallen. Treffen sich die beiden Nadeln, sollte man an der Beziehung festhalten. Liegen die beiden Nadeln allerdings auseinander, ist die Partnerin nicht das richtige und man sollte sich trennen.
  • Wer wissen möchte, wie es mit seinem Glück und seiner wirtschaftlichen Situation bestellt ist, der nehme drei Kartoffeln. Eine mit Schale, eine halb geschält und eine ganz geschält. Die legt man vorm Schlafengehen unter das Bett. Morgens greift man blind unter das Bett und greift eine Kartoffel. Hält man die komplett geschälte Kartoffel in der Hand, wird man große wirtschaftliche Probleme bekommen, bei der halb geschälten Kartoffel, wechseln sich Höhen und Tiefen ab und bei der ungeschälten Kartoffel, wird man ein Jahr ohne wirtschaftliche Probleme genießen dürfen.

Meinen Wünsche-Zettel verbrennen

In der Noche de San Juan gibt es verschiedene Rituale, die praktiziert werden. Eines ist rückwärts ins Meer zu gehen, um die Seele zu reinigen. Foto: Paula Petersen
In der Noche de San Juan gibt es verschiedene Rituale, die praktiziert werden. Eines ist rückwärts ins Meer zu gehen, um die Seele zu reinigen.

Ich bereitete mir einen Zettel mit meinen Wünschen vor. Weiß allerdings nicht, ob ich überhaupt mehr als einen hätte aufschreiben dürfen. Nun ging ich mit meinen Bierflaschen und meinem Zettel zum Strand Playa Arinaga. Ich wollte den anderen beim Feiern zuschauen und meinen Zettel verbrennen, wenn ihn die anderen auch verbrennen. Leider gab es aber keine Feuer, denn der Wind war zu stark, sodass auf die Feuer verzichtet wurde. Auch ins Wasser bin ich nicht gegangen. Beim ersten Mal wollte ich erstmal schauen, wie das Fest gefeiert wird. Fürs nächste Mal bin ich nun vorbereitet und werde mir alles rechtzeitig besorgen: Lorbeerzweig, ein rohes Ei, zwei Nadeln und drei Kartoffeln.

Unterschiede zu Las Palmas

Ich las, dass in Las Palmas dieses Fest wirklich zelebriert wird. Dort wird ab 21.30 Uhr am Strand Musik gespielt, viele Bands spielen oder es ertönt über die Lautsprecher Musik, dort windgeschützter werden auch diverse Lagerfeuer entzündet, um Mitternacht wird ein Feuerwerk abgebrannt, welches zwar kleiner als die letzten Jahre sein sollte, aber immer noch wunderschön. Und es werden mindestens 150.000 Menschen auf dem 3 km langen Strand erwartet. Beim nächsten San Juan werde ich ebenfalls in Las Palmas sein und mitfeiern.

Eure,

Paula

Handy-Internet-Kontingent nach drei Tagen aufgebraucht

Der Weg übers Dach war kürzer zu meinen Nachbarn. So brauchte ich nur eine Etage zum Dach, zum anderen Hauseingang und wieder eine Etage runter. Foto: Paula Petersen

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Hallo, hier ist wieder Paula. Mein Handy Internet Kontingent ist nach drei Tagen aufgebraucht, deshalb suche ich einen Nachbarn mit WLAN Netz, welches ich benutzen darf.

Verwöhnt mit schnellem und stabilen Internet

Seit Jahren habe ich immer DSL oder ADSL mit einer Internet flatrate besessen. Von daher hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie viel ich pro Monate runter- und hochlade. Gut, in Berlin lud ich Filme runter, was pro Film mit ca. 1 GB zu Buche schlug. Aber das unterließ ich hier bis dato. Diesen Komfort meine aufgenommenen Sendungen ohne Werbeunterbrechung sehen zu können, muss warten, bis ich in meiner Wohnung Internet besitze. Aber ich wählte ein Handytarif bei dem ich pro Monat 1.5 GB Datenvolumen buchte. Die SMS und Telefonate interessierte mich dabei gar nicht. Aber mit 1.5 GB würde ich einen Monate reichen. Dachte ich.

Auf den Plakaten und Hinweisschildern im Centro Comercial de Atlantico steht alles in drei Sprachen: Spansich, Deutsch und Englisch. Foto: Paula Petersen
Auf den Plakaten und Hinweisschildern im Centro Comercial de Atlantico steht alles in drei Sprachen: Spansich, Deutsch und Englisch.

IPhone als Router für meinen Laptop

Nun stellte sich leider heraus, dass ich nach 3 Tagen kein Guthaben mehr auf meiner Prepaidkarte besaß. Ich fuhr zu meinem Vodafone-Shop ins Centro Comercial Atlantico, um erneut 15 Euro aufzuladen. Aber es war klar, es musste eine andere Lösung her. Ich konnte nicht alle drei Tage 15 Euro zahlen. Das war unbezahlbar. Ich weiß nicht, ob mein Laptop wusste, wie knapp bei Kasse ich war und wie schnell das Datenvolumen abnahm, aber er wollte statt den privaten Hotspot lieber auf ein WLAN Netz zugreifen, welches hier in der Nähe sein musste. Also gab ich endlich nach und überlegte, woher dieses Signal kommen konnte.

Direkte Nachbarn hatten kein WLAN

Meine Überlegungen gingen natürlich erstmal an meine direkten Nachbarn. Auf meiner Etage gab es drei weitere Wohnungstüren, aber anscheinend war nur eine Wohnung bewohnt. Diese Nachbaren befragte ich, aber sie hatten kein WLAN nur ein Handy. Ob es mein Nachbar direkt unter mir war? Als ich oben auf dem Dach beim Wäscheaufhängen weitere Nachbarn traf und diese befragte und auch eine Absage erhielt, beließ ich es erstmal dabei. War ja auch irgendwie unangenehm. Also fuhr ich abermals ins Einkaufszentrum und belud meine Preipaid-Karte. Als ich krank im Schlafzimmer lag, war natürlich auch mein Laptop mit dabei. Nicht, weil er krank war, aber er sollte mir seelischen Beistand leisten. Und hier bemerkte ich, dass der Empfang stärker war. Ob es also ein Nachbar im Nachbaraufgang war?

Meine Nachbarinnen wollten partout kein Geld, deshalb überreichte ich diese Kleinigkeit. Foto: Paula Petersen
Meine Nachbarinnen wollten partout kein Geld, deshalb überreichte ich diese Kleinigkeit.

Zu welchen Uhrzeiten darf bei Nachbarn geklingelt werden?

Etwas unsicher bin ich noch bei den Uhrzeiten, wann ich bei den Kanaren klingeln darf. Denn mir wurde gesagt, dass zur Siesta auf keinen Fall (!) angerufen werden darf. Da die Geschäfte bis 20.30 Uhr geöffnet haben, müsste ich also ab 21 Uhr anrufen oder klingeln. Das erschien mir, die die deutschen Verhältnisse gewohnt ist, als arg ins Privatleben eingreifen. Ab und zu hörte ich etwas von den Nachbarn, aber das war dann meist ab 22 Uhr. Also da wollte ich nun wirklich nicht mehr klingeln und meine Frage nach dem WLAN stellen.

Nachbarn ausfindig gemacht, aber er öffnet nicht

Aber am Wochenende fasste ich mir ein Herz und versuchte immer mal wieder rüber zu gehen und zu klingeln. Da die Klingeln hier aber derart leise eingestellt sind, dass ich sie in der Wohnung kaum höre, wusste ich immer nicht, ob ich wirklich geklingelt hatte. Also klopfte ich zaghaft an. Ich hörte zwar Stimmen, aber es machte keiner auf. Das ging so viermal. Viermal stand ich vor einer Tür, hörte Bewegung oder Stimmen, aber keiner öffnete. Also die Privatsphäre in den Wohnungen wird scheinbar wirklich hochgehängt.

Der Weg übers Dach war kürzer zu meinen Nachbarn.  So brauchte ich nur eine Etage zum Dach, zum anderen Hauseingang und wieder eine Etage runter. Foto: Paula Petersen
Der Weg übers Dach war kürzer zu meinen Nachbarn. So brauchte ich nur eine Etage zum Dach, zum anderen Hauseingang und wieder eine Etage runter.

So schwierig das Öffnen der Tür ist, so einfach die Mitbenutzung des WLAN

Beim fünften Mal klingeln und klopfen wurde ich erstmal hinter der Tür zurechtgewiesen. Recht haben sie ja. Aber ich war mir immer unsicher, ob sie mich überhaupt hören. Also wartete ich ruhig ein paar Minuten bis man mir öffnete. Auf meine Frage erhielt ich erst eine Absage, aber als ich dann die vielen Katzen bewunderte, durfte ich sogar eintreten und mir wurden die restlichen gezeigt. Erstaunlicherweise wurde mir dann auch erlaubt ihr WLAN mitzubenutzen. Was mich überraschte. In Deutschland würden wir zwar den klingelnden Menschen öffnen, aber rigoros untersagen ihr WLAN Netz zu nutzen. Das war hier umgekehrt. War es schon das zweite WLAN Netz, welches ich kostenlos benutzen durfte.

Überglücklich, wenn jetzt auch meistens im Schlafzimmer surfend, kann ich meine Recherchen wieder aufnehmen.

Eure,

Paula

Pakete aus Deutschland mit den restlichen Sachen

Auf spanischen oder kanarischen Briefkästen steht so gut wie nie ein Name, sondern entweder nichts oder aber Buchstaben und Zahlen. Zwecks Privatsphäre.

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Hallo, hier ist wieder Paula. Zu meinem Glück in dieser tollen Wohnung in diesem tollen Land fehlen mir nur noch meine Sachen aus Deutschland, die ich mir mit Paketen zuschickte.

Versand meiner zehn Pakete veranlasst

Als ich wusste, dass ich die neue Wohnung bekomme, habe ich sofort bei paket.ag in Auftrag gegeben, dass meine zehn Pakete bei meinen Eltern abgeholt werden. Der Versand dauert mindestens sieben Werktage und kann sich je nach Zoll um weitere Tage oder Wochen verlängern. Der Auftrag verlief reibungslos und ich gab die korrigierte Adresse an, die ich von meiner Maklerin erhielt. So weit so gut. Als ich aber in meiner neuen Wohnung wohnte und dort über meinen Hauseingang eine 2 leuchten sah. Diese Angabe fehlte aber in meinem Vertrag. Ich hatte lediglich die Angabe über das Stockwerk und die Wohnungstürnummer. Aber das Portal fehlte. Der Postbote weiß jetzt also nur, dass ich in irgendeiner von diesen 8 Portalen in der zweiten Etage wohne. Mit anderen Worten ich bin hier unauffindbar!

Bei spanischen und kanarischen Klingelschildern steht etwas gar nichts oder aber Nummern und Buchstaben. Aber auf keinen Fall Namen.
Bei spanischen und kanarischen Klingelschildern steht etwas gar nichts oder aber Nummern und Buchstaben. Aber auf keinen Fall Namen.

Privatsphäre und Sicherheit geniesst hohe Priorität

In Spanien und auch hier auf den Kanarischen Inseln ist es so, dass auf den Klingelschildern und Briefkästen keine Namen standen. Es stehen lediglich die Nummern für die Portale, Stockwerke und Wohnungstürnummern. Manchmal wenn es nur links oder rechts gibt, steht auch nur ein i (izquierda = links) oder d (derecha = rechts). Aber nie der Name. So bewahren sich die Spanier ihre Anonymität und Privatsphäre. Es ist nicht so wie in Deutschland, dass am Klingelschild meist sogar erkannt werden kann, welches Fenster zu welchem Namen gehört. Hier ist alles diskreter, was den Nachteil hat, dass mich der Postbote nicht finden wird. Es sind also zehn große Pakete auf dem Weg zu mir mit einer falschen Adresse.

Verschiedene Maßnahmen sollten fehlende Angabe wettmachen

Direkt bei uns am Eingang gibt es ein Fitnessstudio, dort nannte ich mein Dilemma und bat, wenn der Postbote nachfragen sollte, ihm doch bitte die richtige Adresse zu nennen. Zudem schaute ich regelmäßig im Internet nach was der aktuelle Sendungsstatus besagt. Seit ein paar Tagen lagen die Pakete beim Zoll, aber es tat sich nichts weiter. Trotzdem war ich immer bis 14 Uhr in der Wohnung, um die Ankunft ja nicht zu verpassen. Das schöne an der Siesta ist, dass auch die Post nur bis 14 Uhr ausgeliefert wird. Danach ist auch bei denen Pause. So muss ich nicht, wie in Deutschland bis 19 oder 20 Uhr warten, wenn ich weiß, dass ich ein Paket erwarte. In Berlin kam der Postbote oft erst kurz nach 19 Uhr.

Auf spanischen oder kanarischen Briefkästen steht so gut wie nie ein Name, sondern entweder nichts oder aber Buchstaben und Zahlen. Zwecks Privatsphäre.
Auf spanischen oder kanarischen Briefkästen steht so gut wie nie ein Name, sondern entweder nichts oder aber Buchstaben und Zahlen. Zwecks Privatsphäre.

Pakte unzustellbar, Adresse unbekannt

Turnusmäßig schaute ich den Sendungsstatus im Internet nach und las: dass mich der Postbote nicht erreicht hat und der Empfänger unbekannt sei. Na Super. Genau das wollte ich vermeiden! Was macht die spanische Post mit Paketen, die sie nicht zustellen können? Nochmal kommen werden sie nicht. Also, was nun? Ich suchte die zu Arinaga gehörige Post und wollte hinfahren. Was aber unlogisch ist, denn sie werden kein zweites Mal kommen, wenn sie nicht wissen wohin. Aber dann nahm ich allen Mut zusammen, suchte mir über google translator die wichtigsten Begriffe raus und rief an.

Überraschend einfacher Umgang

Nachdem ich alles sagte, wurde jemand gerufen. Ich dachte schon, jetzt kommt der, der für die schlecht spanisch sprechenden Zuständig ist, aber nein. Ich wurde verstanden. Es war der Fahrer!!! Ich wiederholte meinen Text, der beim zweiten Mal auch flüssiger kam. Er fragte, ob ich heute ab 11 Uhr im Hause wäre und ich sagte zu. Darauf hin nannte ich noch mein Portal und wir verabschiedeten uns. Nun war ich gespannt. Zwei Stunden später standen 6 Umzugskartons in meinem Wohnzimmer. Also, das nenne ich mal einen kurzen Dienstweg! So umkompliziert! Ich war begeistert. Der Postbote meinte, dass es komisch sei, dass ich als Deutsche nach Spanien komme. Denn eigentlich sind es derzeit die Spanier, die nach Deutschland gehen.

Postbote sehr bemüht

Es waren die sechs kleineren Kartons angekommen. Die vier großen, die die maximalen Abmasse eines Paketes ausnutzten, waren noch beim Zoll. Der Postbote überreichte mir ein Schreiben vom Zoll. Er las ihn mir vor, weil ich an das Zollamt schreiben sollte. Manchmal las er den Text vor und sprach ihn dann langsamer nach, als würde ich es jetzt verstehen. Aber manchmal versuchte er mir den Text mit anderen Worten zu erklären und ich verstand recht viel. Sicherhaltshalber fragte ich noch google translator und konnte dann die Mail an den Zoll fertigstellen. Nun wartete ich nur noch auf die letzten vier Kartons, in denen so wichtige Sachen waren, wie Staubsauger. Hätte niemals gedacht, dass ich den mal so vermissen würde.

Neuanfang mit alten Sachen

Zwischenzeitlich überkam mich das Gefühl, dass es ohne diese ganzen Sachen viel schöner war. Denn ich sah meine kleine Wohnung plötzlich zugestellt mit vielen Dinge, die ich vermutlich gar nicht benötigen werde. Aber als ich dann Stück für Stück auspackte, es an seine Stelle legte, ich so wichtige Dinge wie eine Waage installierte und mit meinem Laptop verband, doch da fühlte ich mich ein bisschen wie Zuhause. Was es doch ausmacht, wenn die eigenen Sachen im Raum, in der Wohnung stehen. Sofort ist es ein Stück mehr das Eigene.

Eure,

Paula

Rennradfahren zum Pico de las Nieves auf Gran Canaria

Die Berge aus Sicht von Las Rosas, im Osten von Gran Canaria.

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Hallo, hier ist wieder Paula. Derzeit fahre ich mit einem einfach Rad durch die Straßen und blicke dabei ehrfürchtig zu den Bergen auf. Stelle es mir traumhaft vor in den Bergen mit dem Rennrad zu fahren.

Die Berge mit dem Pico de las Nieves bestimmen das Inselbild auf Gran Canaria.
Die Berge mit dem Pico de las Nieves bestimmen das Inselbild auf Gran Canaria.

Die Berge mit dem Rennrad erfahren ist ein Traum

Derzeit muss ich viele erledigen, einkaufen und besorgen. Das mache ich mit meinem einfachen Rad, wo ich die Hoffnung habe, dass es mir nicht geklaut wird, wenn ich es irgendwo anschließe. Wenn ich mit diesem Rad dann Richtung Landesinenre fahre, fahre ich sozusagen in Richtung der Berge. Ich sehe die Berge vor mir liegen, wie sie sich erst langsam und dann immer steiler empor schieben. Die Berge liegen vor mir und es juckt mich in den Findern diese mit dem Rennrad hinauf fahren zu können. Die Berge sind so atemberaubend schön. Dieses nicht mit dem Auto, sondern mit dem Rennrad zu erleben und wahrzunehmen hätte noch mal eine ganz andere Bedeutung für mich.

Ein Rennrad komplett auseinander gebaut, damit er in den Fahrradkoffer passt.
Ein Rennrad komplett auseinander gebaut, damit er in den Fahrradkoffer passt.

Fahrradkoffer = Fahrrad in alle Einzelteile zerlegen

Noch kann ich kein Rennrad fahren, weil das Fahrrad auseinander gebaut im Fahrradkoffer liegt. Und wer schon Mal ein Fahrrad auseinander baute, um es in einen Radkoffer zu packen, weiß in wieviele Einzelteile so ein Rennrad zerlegt wird. Ich dachte ja, es reicht, wenn die Laufräde abmontiert werden. Aber nein, da muss der Lenker, der Sattel und die Pedalen abmontiert werden. Dazu haben der Mechaniker und ich noch etwas an der Schaltung verstellt, damit es in den Koffer passt. Das hatte ich mir anders vorgestellt und vielleicht gibt es auch einen Trick, der sich mir noch nicht erschloss. Und ohne Werkzeug kann ich das Rennrad nicht wieder fahrtüchtig machen. Aber mein Werkzeug fürs Rad ist in einem Koffer, der auf dem Weg zu mir ist. Leider liegen diese Kartons beim Zoll und ich hoffe, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird.

Die Berge aus Sicht von Las Rosas, im Osten von Gran Canaria.
Die Berge aus Sicht von Las Rosas, im Osten von Gran Canaria.

Die Natur und Landschaft mit einem Rennrad wahrnehmen

Deshalb Blicke ich weiter ehrfurchtsvoll zu den Bergen hinauf. Die Berge sehen imposant und majestätisch aus. Sie laden mich jedes Mal ein sie zu befahren. Sie liegen so ruhig vor mir, wenn ich hinauf blicke. Wenn ich mich die Berge hinauf fahren sehe, vergesse ich, dass ich keine Bergfahrerstatur und -beine besitze. Ich kann gerade aus und flach, aber nicht bergig. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen diese mal mit meinem Rennrad erklimmen zu können. Allerdings lockt mich der Gedanke genau dieses zu schaffen dermaßen, das ich es solange versuchen werde, bis ich es schaffe. Und wenn es erst in ein paar Jahren wäre. Dieses Gefühl, die Serpentinen hoch zu radeln, den Blick, die Aussicht, die möchte und werde ich erleben.

Eure,

Paula

Schnelle Anpassung an neue Verhältnisse zu mehr Respekt

So ungefähr würde sie aussehen, läge die Waschmaschine nicht im Streit mit ihrem Deckel. Leider verliert der Deckel immer.

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Hallo, hier ist wieder Paula. Heute frage ich mich, wieso ich mich im Ausland sofort an Verhältnisse gewöhne und diese sogar liebgewinne, die ich in Deutschland so niemals hingenommen hätte.

Im Ausland wird respektiert was im eigenen Land unmöglich schien

Wieso ist es beim Auswandern so, dass ich mich dermaßen schnell an die hiesigen Verhältnisse anpasse, das aber in Deutschland niemals nicht getan oder geschafft hätte? Was steckt eigentlich dahinter? Ich habe hier eine Waschmaschine, bei der mir beim Öffnen jedes Mal die Tür entgegen fällt, bei der beim Schleudern regelmäßig der Deckel abfällt und bei der, wenn ich den Decke wieder drauflegen möchte, ich einen leichten Schlag bekomme. Ich denke mir, „dann lege ich den Deckel  nicht wieder auf die Maschine“ und gehe ohne Groll und Zorn aus der Waschkammer heraus. Den Vermieter informiere ich zwar, aber nur um mitzuteilen, dass der Schaden bereits bestand bevor ich kam.

Mängel, wohin das Auge blickt

In meiner Wohnung gibt es auch einige Punkte. Der Türgriff meiner Wohnungstür rutscht mir entgegen, wenn ich die Tür zu schnell aufziehe – gut, ziehe ich sie halt bedächtiger auf. Manche Steckdosen sind kaputt – gut, nehme ich halt die anderen. Abdeckungen fehlen – ist ja nicht schlimm, sehe ich ja nicht. Lampen funktionieren nicht – mag dieses grelle Licht eh nicht, mag sowieso lieber mein indirektes Licht mittels Lichterketten. Die Balkontür schließt nur, wenn ich Gewalt anwende – wozu denn diese Anstrengung, habe die Tür eh fast den ganzen Tag offen.

Waschmine wäscht, aber hat ihre Macken. Sie mag zum Beispiel keine Deckel.
Waschmine wäscht, aber hat ihre Macken. Sie mag zum Beispiel keine Deckel.

Schäden werden weggelächelt

So könnte ich das weiterführen. Hier stört es mich nicht. Ist halt so. Ist hier halt so. Sogar in Wohnungen, die den Personen gehört, gibt es diese Schäden, Mängel oder alte Gegenstände mit Macken. In Deutschland stünde ich schon zehnmal auf der Matte vom Vermieter. Und das ich das hier nicht mache, hat nicht so viel mit meinem Spanisch zu tun. Es ist ja bei anderen nicht anders. Also passe ich mich an. Aber wieso ist das plötzlich so einfach? Denn es ist nicht so, dass ich mich überwinden oder an mich halten müsste. Nein, ich bin völlig entspannt. Wundere mich zwar, wie schön es in Deutschland war und was wir uns dort für einen Komfort angewöhnten, aber ansonsten kann ich damit gut umgehen.

So ungefähr würde sie aussehen, läge die Waschmaschine nicht im Streit mit ihrem Deckel. Leider verliert der Deckel immer.
So ungefähr würde sie aussehen, läge die Waschmaschine nicht im Streit mit ihrem Deckel. Leider verliert der Deckel immer.

Respekt füreinander ein Produkt des Auswanderns?

Hier respektiere ich nun die Menschen, mit ihren Eigenheiten, die Situationen und die Gegebenheiten. Ich nehme hin, was mir geboten wird und versuche nicht ständig etwas zu „verbessern“ oder zu verändern. Warum auch? Es geht ja auch so. Dieser Respekt fehlt leider vielen Menschen und diese meinen, sie sagen, wie es sein muss und alle haben sich dran zu halten. Die Frage ist, müsste nur jeder mal im Ausland unter anderen Verhältnissen leben, um sich umzustellen? Oder wandern nur die Menschen aus, die in der Lage sind die anderen Menschen und Verhältnisse zu respektieren? Und die, die es nicht können, sind die, die nach wenigen Monaten wieder zu Hause auf der Matte stehen? Denn dieser Respekt anderen gegenüber würde vielen Menschen gut zu Gesicht stehen. Es führte zu Entspannung, Friede und Harmonie.

Eure,

Paula

Baustandard spanischer oder kanarischer Wohnungen sinnvoll

Ein Café in Vecindario mit Windschutz.

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Hallo, hier ist wieder Paula. Alles hat einen Grund, auch der Baustandard von Wohnungen auf Gran Canaria. Wer immer gutes Wetter hat, reagiert entsprechend, auch wenn wir Deutschen das nicht sofort verstehen.

Kühle Wohnungen in warmen Gegenden

Ich kann von den Wohnungen halten, was ich mag, aber sie sind kühl. Das wäre auch ein Grund, warum es diese Art der Bauform in wärmeren Gegenden bevorzugt werden. Dadurch, dass die Wohnungen kaum einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, ist es tagsüber immer recht kühl. Also kühl, werden wohl die Kanaren sagen, denn ich saß in der Wohnung in Vecindario und fror. Hatte also in der Wohnung eine Jacke an, die ich auszog, wenn ich aus der Wohnung ins Freie trat. Da ich ja der Meinung bin, dass die Kanaren oder auch Spanier, denn auf dem Festland sind die Wohnungen ähnlich konstruiert, auf Dauer alle depressiv wären, wenn sie sich zu lange in ihren Wohnungen aufhalten, verstehe ich natürlich auch andere Lebensgewohnheiten, die hier typisch sind.

Eine Wohnküche mit einem Fenster zum Lichtschacht.
Eine Wohnküche mit einem Fenster zum Lichtschacht.

Besuch niemals zu Hause immer im Café

Auf den Kanaren und auch in Spanien besuchen sich Freunde, Bekannte oder die Familie ungern und sehr selten in den eigenen Wohnungen. Man trifft sich auf der Straße. Das mag auch am Wetter liegen, aber sicherlich auch an der Bauform der Wohnungen. In einem Raum ohne Blick nach draußen zu sitzen, schlägt auf das Gemüt. Da doch lieber auf der Straße, bei warmen Wetter mit anderen lieben Menschen und Spaß haben. Dafür sind die Tapas und Getränke auch billiger als in Deutschland, damit sich das die Spanier und Kanaren auch leisten können. Auf Dauer frage ich mich zwar, woher die Menschen hier das Geld für diese vielen kleinen Geldbeträge nehmen. Denn das kann ich mir nicht leisten. Oder es gibt noch einen Trick, den ich noch nicht herausfand.

Aus negativ mach positiv – Spanisches Leben auf der Straße

Also merke: Viele Spanische und kanarische Wohnungen haben kaum Außenwände, kaum Fenster zur Straße, weil es in den Wohnungen bei dieser Hitze sehr kühl ist. Die Nachteile eines eingeschränkten Wohnkomforts wird durch den Aufenthalt auf den Straßen ausgeglichen. Deshalb sind die Menschen hier so oft und gerne in Cafés. Hier wird man gesehen und trifft man sich.

Ein Café in Vecindario mit Windschutz.
Ein Café in Vecindario mit Windschutz.

Ureinwohner Gran Canarias lebten in Höhlen

Im Grunde genommen ähnelt diese Bauform der von den früheren Höhenbewohnern. Das ist nicht böse gemeint. Ich finde es genial, dass die Kanaren früher in Höhlen lebten. Die Höhlenwände wurden mehrmals geglättet, es wurden Holzdecken eingezogen, Fenster eingebaut usw. Es waren richtige Wohnungen mit dem Vorteil, dass es immer angenehm kühl war. Es war nie zu heiß, egal, wie viel Grad draußen waren. Dieses „Modell“ wurde auf die Wohnungen übertragen und macht auch Sinn. Denn ich wohnte auch schon in Wohnungen, bei denen mehr Außenwände und Fenster zur Straße waren, dort stiegen die Temperaturen dermaßen durch die Sonneneinstrahlung auf, dass es kaum auszuhalten war.

Klimaanlage ist einzige, aber teure Lösung

Das einzige was gegen diese Hitze in den Wohnungen hilft ist eine Klimaanlage. Aber wie jeder weiß, sind das enorme Stromkosten von den Anschaffungskosten mal ganz abgesehen. Insofern … ich friere zwar und fühle mich mit meinem Home Office in so einer Wohnung nicht wohl, aber für mich gibt es ja andere Wohnungen. Da werde ich vermutlich im Sommer, wenn es heiß ist, ordentlich auf die Wärme schimpfen, aber ich kann ohne bedrückende Gefühle meiner Arbeit im Home Office nachgehen. Und sollte ich es immer noch nicht aushalten, ein kühles Bad im Pool oder Meer nehmen. Das ziehe ich dann doch dem der dunklen und kalten Wohnung vor.

Kein Homeoffice in Spanien oder auf Gran Canaria

Da erklärt sich für mich auch, warum es in keiner möblierten Wohnung ein Büro oder Schreibtisch gab. In diesen Wohnungen wird geschlafen und gegessen. Zumal es verschiedene Schlafzimmer gibt für die Siesta am Nachmittag und dem Schlafen in der Nacht. Alles andere wird außerhalb unternommen. Da freue ich mich umso mehr über meine helle und freundliche Wohnung, in der ich beides kombinieren kann. Denn ich mag in meiner Wohnung auch arbeiten.

Eure,

Paula

Blickwinkel der Kanaren auf Gran Canaria ist anders als meiner

Playa Arinaga liegt im Osten von Gran Canaria und hat durch die Gegenheiten kaum Wellen, aber Sandstrand.

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Hallo, hier ist wieder Paula. Heute schreibe ich über den unterschiedlichen Blickwinkel auf Gran Canaria, Playa Arinaga, Vecindario, Las Palmas, einmal von Kanaren und mir.

Wenn Urlaub dann auf Gran Canaria

Schon erstaunlich. ich fahre seit ca. 20 Jahren immer mal wieder nach Gran Canaria. Also bekam ich die Wandlung der Insel mit, wie alles schöner wurde. Heute gibt es Fußgängerwege, Palmen-Alleen, angepflanzte Seitenstreifen, Parks, Sportanlagen und alles ordentlich und gepflegt. Aber ich bekam auch mit, wo es mir auf der Insel gefiel und wo nicht. Ich schrieb bereits am zweiten Tag, warum ich mich für den Osten entschied.

Playa Arinaga liegt im Osten von Gran Canaria und hat durch die Gegenheiten kaum Wellen, aber Sandstrand.
Playa Arinaga liegt im Osten von Gran Canaria und hat durch die Gegenheiten kaum Wellen, aber Sandstrand.

Kanaren fragen mich verwundert warum Playa Arinaga

Nun wurde ich von Kanaren immer wieder gefragt, warum ich ausgerechnet nach Playa Arinaga möchte. Ich erzählte brav jedes Mal, welche Gründe dafür sprachen:

  • Playa Arinaga – Die Nähe zum Meer und damit Strand
  • Der Osten – Hier ist das Wetter einfach ideal und ich bin unter Kanaren. Hier ist es zudem günstiger, als im Süden.

Meine Gründe, die gegen Las Palmas sprechen

Ich wollte nicht nach Las Palmas, obwohl es mir als Großstadtkind natürlich gefiele. Aber erstaunlicherweise zog es mich hier auf der Insel nicht in die Hauptstadt Las Palmas, sondern ans Meer. Das hätte ich natürlich mit dem größten innerstädtischen Strand in las Palmas auch haben können, aber mir gefiel nicht, dass dort so selten die Sonne schien. Immer wenn ich bei meinem Bekannten in Montaña los Velez wohnte, sah ich im Süden den blauen Himmel und im Norden die Wolkendecke. Die sich natürlich auch ab und zu auflockerte, es gab auch mal Tage mit strahlendem Sonnenschein, aber es gab eigentlich immer eine Wolkendecke. Und ich bin nicht nach Gran Canaria gekommen, um unter einer Wolkendecke am Strand zu liegen. Nein, Las Palmas kam für mich nicht in frage. Zudem werde ich auch älter und brauche nicht mehr so den Trubel. Und wenn, ist Las Palmas von Arinaga 24 km entfernt. Da kann ich entweder mit dem Rad fahren oder mit dem Bus. (Obwohl die Buspreise hier absolut teuer sind!)

Leider hat die Hauptstadt von Gran Canaria viel zu oft eine Wolkendecke.
Leider hat die Hauptstadt von Gran Canaria viel zu oft eine Wolkendecke.

Vecindario wurde mir wärmstens ans Herz gelegt

Aber als mir dann gesagt wurde, dass Vecindario fiel schöner wäre, da hätte man alles in der Nähe wie Kino, Läden, Busverbindung. Meinte ich nur, dass es hier in Vecindario immer stark weht. Es ist kein laues Lüftchen, wie ich es von der Insel sonst kenne, nein, es ist ein absolut starker Wind. Nicht umsonst stehen in dieser Schneise Vecindario gefühlt zig Tausend Windkraftanlagen. Daraufhin wurde mir immer wieder gesagt, dass Arinaga viel schlimmer wäre und viele, die dort wohnen, würden aufgrund des Windes Depressionen bekommen. Das ließ mich natürlich aufhorchen, weil ich damit auch zu tun habe, aber es entsprach so gar nicht dem, was ich kannte und auch täglich sah. Ich blieb deshalb bei meinem Wunsch.

Von Playa Arinaga ist einer der Windparkanlagen von Vecindario sehr schön zu sehen.
Von Playa Arinaga ist einer der Windparkanlagen von Vecindario sehr schön zu sehen.

In Playa Arinaga angekommen, weiß ich warum ich hierher wollte

Und jetzt, wo ich hier in Playa Arinaga wohne, jetzt merke ich wieder warum ich herzog! Hier ist es schön warm, es weht ein laues Lüftchen, die Sonne scheint, ich kann vor die Tür gehen ohne wegzuwehen, und vor allem, in der Wohnung ist es warm. In Vecindario, in der Übergangswohnung, fror ich den ganzen Tag. Ich zog mir an, was ich hatte, was nicht viel war, denn auf so eine Kälte in der Wohnung war ich nicht vorbereitet. Aber ich fror. Schrecklich! Ich sah die Sonne, wenn ich ins Schlafzimmer ging, aber ich fror. Wenn ich vor die Tür ging, dann wehte der Wind so stark, dass mir auch kalt war. Aber ich konnte zumindest die Jacke auslassen. Aber der Wind kühlte auf Dauer aus. Also suchte ich immer eine Ecke, in der es nicht so zog.

Bedenken bewahrheiten sich nicht

Und in Playa Arinaga finde ich nichts vor, vor dem ich gewarnt wurde. Natürlich gibt es hier Wind, wie überall auf der Insel. Aber nicht so stark, wie in Vecindario. Und der Wind weht an einigen Stellen sehr stark, aber sobald ich aus dieser Schneise heraustrete, ist es vorbei. Gut, ich wohne hier erst kurz, aber ich war ja auch sonst schon in diesem Ort, kannte diesen Strand, diese Promenade, meinen Lieblingsstrand, es war wieder so, wie ich es kannte. Es ist warm und es weht ein laues Lüftchen. Mal kommt eine steife Brise, aber die bin ich als Hamburgerin ja gewöhnt. Bei dieser Wärme, die hier jeden Tag vorherrscht, freue ich mich sogar auf diese steife Brise, wenn sie mal kommt. Dann kann ich meine Haut etwas abkühlen, immerhin ist sie so viel Sonne nicht gewohnt.

Mit anderen Worten, gut, dass ich nicht auf die Einheimischen gehört habe, sondern meinem Gefühl gefolgt bin.

Eure,

Paula