Adresse der Traumwohnung in Playa Arinaga wurde korrigiert

Mitten auf der Promenade sitze ich in Playa Arinaga und blicke Richtung Süden bei bewölktem Himmel.

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Hallo, hier ist wieder Paula. Nach unruhigen Nächten wg. meiner Traumwohnung,  fuhr ich entspannt ans Meer, fing an mein Leben hier zu genießen und änderte meine Planung auf dem Rückweg kurzerhand.

Traumwohnung doch nur ein Traum?

Meine Nächte waren sehr unruhig. Immer wieder fragte ich mich, was das wohl bedeutete und ob die Skepsis der Spanier berechtigt ist. Denn wenn man so hinhört, dann gibt es nur Lügner und Betrüger. Allerdings wird in Spanien gerne übertrieben, sodass ich das Maß noch lernen muss, was von der Übertreibung übrig bleibt. Aber da die letzten Wochen doch arg an meinen Nerven zehrten, möchte ich einfach nur eine Wohnung in der ich mich wohlfühle. Da ich diese nun glaubte zu haben, erschreckte mich die falsche Adresse umso mehr. Sollte dieser Stress doch nicht zu Ende sein?

Promenade in Playa Arinaga. Blick in Nordrichtung.
Promenade in Playa Arinaga mit seltenem Anblick am Himmel: Wolken.

Immobilienmaklerin entschuldigte sich und beruhigte mich

Die Immobilienmaklerin entschuldigte sich sehr und versicherte mir, dass das ein Versehen war. Sie hat die Strasse auf dem Mietvertrag umgehend korrigiert und auf meine Frage, ob das auch auf der Reservierungsbestätigung geändert werden sollte, meinte sie, dass das ja „nur“ die Reservierungsbestätigung wäre. Bei „nur“ stieg meine Angst wieder empor. Allerdings mahnte ich mich zur Ruhe. Ich sollte nicht in Panik verfallen und überall Lügner und Betrüger sehen. Ich denke, es reicht, wenn das die Spanier von sich sagen. Da muss ich nicht mitmachen. Ich glaube einfach an mein Glück und meine Traumwohnung.

Habe meinen Wohlfühlplatz gefunden

Wie heißt es so schön, man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Und das war ich vorgestern, als ich die Wohnung besichtigte und gleich zuschlug. Ich merke, wie mich der fehlende Blick aus einem Fenster in der jetzigen Wohnung stört und auch depremiert. Hätte nie gedacht, dass so etwas so viel ausmacht. Klar, habe ich meinen Blick aus dem Fenster über Berlin genossen und immer wenn ich Trübsal blies ging ich auf meinen Balkon und sah in die Ferne. Aber ich dachte, es wäre ein Bonbon und nicht notwendig, damit ich mich wohlfühle. Aber das weiß ich nun. Eine spanische Wohnung ohne Fenster mit Blick und Tageslicht, kommt für mich nicht mehr in frage.

 

Der Blick auf die Promenade in Playa Arinaga in Südrichtung.
Die Promenade ist erst ein paar Jahre alt und zieht sich komplett entlang der Küste von Playa Arinaga. Bei Nacht schön erleuchtet.

Belohne mich mit dem Besuch an meinem Lieblingsstrand

Nach dem ich mich wieder beruhigte werde ich das Leben beginnen zu genießen. Heute werde ich nichts machen und wieder an den Strand fahren. Leider ist in irgendeinem Karton, der noch nicht bei mir ist, mein Bikini und mein Badeanzug. Da werde ich wie gestern improvisieren. Aber das hält mich nicht davon ab an den Strand zu fahren. Bis zum 14.6. werden die Fahrten noch länger sein, denn es sind ca. 10 km bis zu dem Strandabschnitt, den ich so liebe. Mit Proviant und Leselektüre mache ich mich auf dem Weg und lass den Stress von mir abfallen.

Spontan alles kurzerhand geändert

Auf dem Rückweg vom Strand fuhr ich am Immobilienmakler vorbei. Ich zögerte kurz, um dann einen Entschluss zu fassen. Ich werde nicht mehr bis zum 14.6. waren, nein, ich will sofort einziehen. So schnell wie möglich. Ich also in das Büro und nun werde ich am Montag, den 3.6. einziehen. Das ganze Geld, was ich nun doppelt zahle, ist mir egal, ich möchte in diese Wohnung, den Schlüssel in Händen halten, endlich ankommen. Es sind einfach zu viele  Punkte, die bei der jetzigen Wohnung nicht passen, sei es der Ausblick, die Kälte, die Entfernung zum Meer, der ständige Wind, der fehlende Balkon, die Dunkelheit in der Wohnung und vor allem. Sobald ich meine aktuelle Adresse habe und dort wohne, werde ich mir meine Kartons aus Deutschland zuschicken. Also  habe ich auch diese Inhalte zwei Wochen früher. Es musste jetzt einfach sein. Im Rausgehen hörte ich nur vom Chef, dass ich bis Montag eine Telefonnummer angeben müsste. Eine spanische.

Eure,

Paula

Ein Traum! Wohnung mit Balkon reserviert und angezahlt

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Hallo, hier ist wieder Paula. Habe meine Traumwohnung gefunden, mich sofort entschieden, eine Reservierung unterzeichnet und angezahlt.

Traumwohnung trotz allem gefunden

Endlich habe ich eine Wohnung gefunden, die nicht alle Fenster zum Lichtschacht hat, nicht so laut ist, zwei Schlafzimmer beinhaltet und einen schönen Balkon hat. Es passt alles und dazu liegt sie noch sehr nah am Meer. 150 Meter sind wirklich machbar, ich werde nicht meckern. Dazu bekomme ich noch einen hauseigenen Pool, den ich wohl eher nicht nutzen werde, aber wer weiß. Die Sommer sollen hier schon mal sehr heiß werden, da bin ich vielleicht froh, wenn ich kurz vorm Schlafen noch mal eine Abkühlung nehmen kann. Die Wohnung ist einfach perfekt. Eigentlich zu perfekt, wenn ich sie mit den anderen Angeboten vergleiche.

Ich reservierte die Wohnung und zahlte die Miete an

Gestern besichtigte ich die Wohnung und habe gleich abends noch zugesagt. Heute fuhr ich zum Büro, habe die Reservierung unterschrieben und die Miete angezahlt. Den Rest, sprich Kaution und Maklergebühr, zahle ich bei Unterzeichnung des Mietvertrages. Sprich am 14.06.13. Dann erhalte ich auch die Schlüssel und wohne in meiner Wohnung, die mich die nächste Zeit beherbergen soll. Es passt alles. Der Gedanke in dieser Wohnung zu wohnen erfüllt mich mit Zufriedenheit und Glück.

Meine Wohnung ist ein Lichtblick

Ich freue mich sehr auf die Wohnung, weil sie entgegen aller anderen gesehenen Wohnungen sehr hell ist. Und es gehen Fenster von zwei Zimmern zur Straße raus, sodass ich den Himmel sehen kann. Ein Zimmer und das Bad gehen zum Lichtschacht, aber das ist okay. So ist es dort hell und ich kann lüften. Bei den beiden Zimmern ist es nicht so wichtig mit dem Blick. Da ist es schon wichtiger, dass ich aus der Wohnküche einen schönen Blick habe und dort auch auf den Balkon gehen kann. Sehe mich schon auf dem Balkon sitzend schreiben. Da ich nur den Blick heben muss, um ein Stück vom Meer zu sehen, werden sich die Bücher wie von selbst schreiben oder gar nicht, wenn ich den Blick nicht wieder senken kann.

Eine Unsicherheit bleibt bestehen

In den letzten Tagen erlebte ich so viel mit Spaniern und deren Zuverlässigkeit, dass eine Unsicherheit blieb. Um mich selbst zu beruhigen, sah ich mir noch mal die Reservierung an. Und als ich die Adresse las, stutzte ich. War das wirklich die Straßenbezeichnung? Las ich gestern nicht etwas anderes? Und die Hausnummer? Ich ging sofort ins Internet und schaute bei google nach. Und was musste ich sehen? Die Adresse war falsch! Und nun? Ich schrieb sofort eine Mail an die Immobilienmaklerin und fragte nach einem neuen Termin. Aber heute erreiche ich sie nicht mehr. ich werde doch keiner Betrügerin aufgesessen sein? Aber warum sollte sie es machen? Das Büro ist bekannt und es existiert schon länger. Hat sie sich nur vertan oder habe ich eine Anzahlung auf eine Wohnung getätigt, die es nicht gibt? Was heißt das nun? Bekomme ich die Wohnung nicht? Ist auch das Geld weg?

Und ich muss mit dieser Unsicherheit nun schlafen gehen, wie soll ich das denn schaffen? Jetzt ruhig bleiben, lediglich an ein Missgeschick glauben? Na, hoffentlich bekomme ich ein Auge zu.

Eure,

Paula

Besichtigung diverser Wohnungen in Playa de Arinaga

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Hallo, hier ist wieder Paula. Besichtige Wohnungen in Playa de Arinaga und verliebe mich in die dritte Wohnung. Das ist sie! Meine Traumwohnung!

Auf dem Weg zu drei Besichtigungen

Aufgeregt und etwas angespannt mache ich mich mit meinem Fahrrad auf den Weg nach Arinaga. Dort habe ich nun doch drei Besichtigungen vereinbart. Eine vierte Wohnung sah ich morgens bevor ich losfuhr und schrieb noch eine Mail. Vielleicht ergibt sich da auch noch etwas. Wäre schön, wenn sich die Besichtigungen nicht zu sehr hinziehen. Meine Erwartungen und meine Anforderungen schraubte ich ja nach der ersten Absage herunter. Was werden mich für Wohnungen erwarten?

Die erste Wohnung – eher keine Wohnung

Die erste Wohnung kann nicht als Wohnung bezeichnet werden. Eher ist es ein großes Studentenzimmer mit geschätzt 15 qm. Denn als die Tür geöffnet wurde, trat ich in das Zimmer und war auch schon am Ende. Die Küchenzeile rechts, links das Bett und vor der Badtür stand ein niedliches Sofa mit noch niedlicherem Couchtisch. Im Bad konnte ich mich gut drehen, aber mehr war auch nicht möglich. Zudem hatte dieses Zimmer kein Fenster nach draußen, sondern lediglich zu einem Lichtschacht. Das brachte etwas Helligkeit und einen kleinen Windzug. Aber da würde ich auf Dauer Platzangst bekommen. Nein, die war es nicht. Da waren die 280 Euro sogar als Wucher zu bezeichnen, auch wenn Strom und Wasser incl. waren.

Die zweite Wohnung – ginge zur Not

Die zweite Wohnung war etwas größer, aber bestand auch nur aus einem Zimmer. Auch hier gab es nur ein Fenster zum Lichtschacht. Allerdings gab es noch ein Fenster in der Decke, welches etwas Licht brachte. Dieses Zimmer hatte geschätzt 25 qm und einen beweglichen Raumteiler. So meinte die Maklerin wäre ja auch etwas Privatsphäre. Nun gut. Hier kostete das Zimmer 300 qm incl. Strom und Wasser. Aber so ohne die Möglichkeit auf die Straße zu blicken, also etwas Weitblick zu haben, würde ich es nicht lange aushalten. Sollte ich nichts anderes finden, würde ich hier erstmal einziehen und mich in Ruhe umsehen. Die Lage war gut. Es lag direkt an einer Fußgängerzone und ca. 30 Meter zum Strand. Bei diesen beiden Wohnungen reichte der Maklerin meine Einnahmen als Selbständige. Wenigstens das.

Überraschende und gequetschte Terminvereinbarung

Die dritte Wohnung kam etwas überraschend rein. Es war die Wohnung, die ich morgens noch anschrieb. Da ich noch keinen Handytarif in Spanien hatte, konnte ich immer nur online gehen, wenn ich irgendwo Wi-Fi sah und mich einwählen konnte. Da las ich dann um 16.30 Uhr, dass ich um 11 Uhr die Wohnung besichtigen könnte. Das war nun vorbei. Also schrieb ich, ob es auch morgen ginge. Daraufhin kam eine Antwort, ich solle doch anrufen und könnte die Wohnung heute noch sehen. Anrufen? Das traute ich mich nicht und bat meine Bekannte dort anzurufen. Zuerst erreichte sie die Maklerin nicht. Als ich mich bereits für den Termin um 18 Uhr fertigmachen wollte, schrieb mir meine Bekannte, dass ich einen Termin um 17.30 Uhr hätte. Es wäre an der Promenade und schickte mir ein Foto. Witzig, nur war ich unter Zeitdruck und wusste nicht, wo das Foto aufgenommen wurde. Fuhr also die Promenade entlang und verglich alles mit diesem Foto. Die Zeit raste und es wurde immer später. 17.30 Uhr würde ich nicht mehr schaffen und wenn ich das nicht bald fand, auch den Termin um 18 Uhr nicht mehr. Aber plötzlich rief mich eine Frau und ich stoppte mit meinem Rad. Puh. Gefunden.

Die dritte Wohnung – ein Traum

Die dritte Wohnung liegt in einem Wohnkomplex. Wir gehen durch eine vergitterte Tür in einen Innenhof. Dort lachte mich ein hauseigener Pool an. Das hatte was, aber wird wohl nicht so meins sein. Wir stiegen eine Treppe hoch bis in den zweiten Stock. Dort gingen wir in eine Wohnung, die trotz geschlossener Vorhänge hell war. Wir standen sofort in der Wohnküche, wie das in Spanien üblich ist. Einen Flur gibt es nicht. Der Platz wird gespart. Links war der Küchenbereich und rechts das Wohnzimmer. Hinter dem Vorhang kam ein großer und geräumiger Balkon zum Vorschein. Sofort maß ich mit dem Auge und wusste, ein Tisch und ein Stuhl haben bequem Platz. Dann wieder zurück in die Wohnküche. Ich erblickte noch zwei Schlafzimmer. Ein großes, welches auch ein Fenster zur Straße mit Blick auf den Park hat. Das kleine Schlafzimmer hatte ein Fenster zum Lichtschacht, genau wie das Bad. Das war okay.

Dann fragte die Maklerin, ob wir nach oben gehen wollen. Ja, wollte ich. Da kam dann noch eine Dachterrasse zum Vorschein. Dort hat jeder Mieter ein kleines Kabuff, in welchem die Waschmaschine steht und abschließbar ist. Das hat den Vorteil, dass ich etwas verstauen kann. Denn in Spanien gibt es so sinnvolle Dinge wie Abstellkammer, Keller, Flur im Eingang nicht. Was bedeutet, ich wusste bis dato nicht, wohin mit meinen Sachen. Mein Rennrad sehe ich schon im kleinen Gästezimmer stehen. Aber zumindest konnte ich die Liege und meine Koffer zur Waschmaschine stellen. Und ja, der Blick! Von hier konnte ich in zwei Richtungen das Meer sehen. Zwar nur, wenn ich über die Häuser blickte, aber ich spürte sofort die Ruhe, die mich erfasste. Ich hatte mich verliebt! Das war meine Wohnung!

Wollte meine Freude nicht sofort rausschreiben, aber auch nicht, dass sie noch anderen Interessierten diese Wohnung zeigt. Also bekundete ich mein Interesse und dass ich mich morgen melden würde.

Die vierte Wohnung – hatte es jetzt sehr schwer

Die vierte Wohnung schaute ich mir zwar noch an, denn ich wusste ja nicht, was noch passierte. Immerhin hatte ich noch keinen unterschriebenen Mietvertrag. Aber ich war nur halb bei der Sache. Ich verglich alles mit der dritten Wohnung und dabei konnte die vierte Wohnung nur schlecht abschneiden. Mir tat sie etwas leid, weil sie so gar keine Chance hatte. Aber meine Entscheidung ist gefallen.

Konnte nicht mehr warten und sagte sofort zu

In meiner Übergangswohnung angekommen, hielt ich mein Versprechen nicht durch und schrieb abends noch eine Mail, dass ich die Wohnung nehme. Die Gefahr wollte ich nicht eingehen, dass ich zu spät wäre. Nein, diese Wohnung wollte ich. Für den nächsten Vormittag vereinbarten wir einen Termin, damit ich die Wohnung reservierte und eine Anzahlung leisten sollte. Man, bin ich aufgeregt. Leider habe ich keine Fotos machen können, weil mein Akku vom Handy leer war. Aber das hole ich nach.

Eure,

Paula

 

Wohnungen in Spanien und Gran Canaria haben andere Standards

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Hallo, hier ist wieder Paula. Der Vermieter lässt sich nicht erweichen, deshalb vereinbare ich neue Besichtigungstermine mit kleineren und günstigeren Wohnungen.

Mit dem Standard sinkt die Mietdauer

Die Wohnung, die ich mir nach meiner Ankunft ansah, hätte ich für 12 Monate fest gemietet. Da ich jetzt auch Wohnungen besichtigen würde, in denen ich nicht ewig wohnen möchte, werde ich als erstes bei der Mietdauer feilschen. Es kann sein, dass die zu besichtigenden Wohnungen lediglich Übergangswohnungen sein werden. Mir geht es jetzt nur noch darum, dass ich in Playa de Arinaga eine Wohnung bekomme. Würde ich dort erstmal leben, lernen ich Menschen kennen und werde über das Gespräch sicherlich in Erfahrung bringen, wo es weitere Wohnungen gibt. Vielleicht ergibt es sich auch, dass ich Menschen kennenlerne, die selber Wohnungen vermieten. Es ist immer ein Unterschied, ob man fremd ist und direkt von Deutschland einwandert oder ob ich schon vor Ort wohnhaft bin. Zudem habe ich mittlerweile meinen Grund überarbeitet, warum ich eine Wohnung suche und wieso ich überhaupt auf die Insel ziehe.

Ändere meinen Grund für meinen Wegzug von Deutschland

Natürlich hörte ich aufmerksam zu, als meine Bekannte eine Wohnung für mich suchte. Und ich hörte immer wieder, dass ich hier bin, um die Sprache zu lernen. Das klingt gut und vernünftig. Diesen Grund übernahm ich und würde ich gleich mal testen. Morgen konnte ich drei Termine vereinbaren. Leider lagen sie von der Uhrzeit weit auseinander, aber ich würde die Zeit suchen, um mich vor Ort umzusehen und die Atmosphäre einzuatmen. Leider soll es morgen bedeckt sein, sodass ich keine Sachen mitnehmen werde, um zu baden. Das wollte ich mir aufsparen.

Wohnstandard und Wohnausstattung sind anders

Wohnungen in Spanien sind anders. Ich wunderte mich ja bereits im Internet, dass viele Fenster auf den Fotos zugezogen sind. Aber viele Wohnungen haben wenig Fenster mit Blick. Viele Fenster führen zu einem Lichtschacht, weshalb zwar Licht einfällt, aber kein Tageslicht. Zudem sind die Fenster milchig, damit die Nachbarn, die manchmal nur 2 Meter entfernt ihre Fenster zum Lichtschacht haben, nicht in die jeweils andere Wohnung schauen können. Also befinde ich mich in einer dunklen Wohnung, in der ich mich irgendwie eingesperrt fühle. Ein Fenster gibt es zur Straße. Das ist das Schlafzimmer. Leider werde ich mich in dem Zimmer eher zu Zeiten aufhalten, wenn ich den Blick nicht mehr werde genießen können. Aber wenn ich tagsüber aus dem Fenster schaue, habe ich einen wirklich schönen Ausblick. Wenigstens das. Damit mir die Decke nicht auf den Kopf fällt, habe ich den ganzen Tag das Licht in allen Zimmern an.

Helligkeit auf der Straße wird mit der Dunkelheit in der Wohnung ausgeglichen

Schon erstaunlich. Ich befinde mich auf einer Sonneninsel. Zudem ist das Licht hier so hell, dass ich permanent geblendet werde. Kneife fast immer ein Auge zu, um überhaupt etwas sehen zu können, wenn ich draußen auf der Straße bin. Aber hier in der Wohnung ist es dunkel. Aber ich beruhige mich mit der Aussicht, dass meine neue Wohnung heller sein wird. Zumindest nehme ich mir ganz fest vor, dass es so eine sein wird.

Eure,

Paula

Die Berge am Nachmittag aus Richtung Vecindario.
Die Berge am Nachmittag aus Richtung Vecindario.

Wohnungssuche auf Gran Canaria in Playa Arinaga bleibt schwierig

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Hallo, hier ist wieder Paula. Der Vermieter will nun doch eine Sicherheit und ich fange wieder mit der Recherche an. Es wird sich doch eine Wohnung auf der Insel für mich finden lassen?!

Schnelle Antwort vom Vermieter mit schlechter Nachricht

Die Mail kam gestern wie versprochen und ich schickte meine Unterlagen, sprich Verdienstbescheinigungen, Personalausweiskopie, gleich zurück. Leider antwortete mir der Vermieter gestern noch, dass meine Einnahmen ja nicht sicher wären und ob ich jemanden auf der Insel hätte, der für mich bürgen würde. Da war es wieder. Dabei hatte ich extra erwähnt, dass ich meine Einnahmen aus meiner Autorentätigkeit bekomme. Ich weiß ja nicht, wie das in Spanien ist, aber ein Autor ist selten festangestellt. Das hörte sich schon wieder alles nicht so gut an.

Übergangslösung gesucht

Leider stellte sich meine Situation so dar, dass ich hoffte, in die Wohnung ziehen zu können, wenn ich bei meiner Bekannten ausziehen muss. Daraus wird nun nichts mehr. Also suchten meine Bekannte und ich nach einer Übergangslösung. Nach vielen Telefonaten wurde mir eine Wohnung in Aussicht gestellt, die in Vecindario liegt. Hier wohnt auch meine Bekannte. Diese Wohnung wurde schwer erkämpft, sozusagen. Denn meine Bekannte musste schwören, dass ich diese Wohnung wirklich nur einen Monat bewohne und dann wieder ausziehen würde. Wie schlimm müssen die Verhältnisse hier auf Gran Canaria bzw. Spanien sein, dass so viel Skepsis herrscht. Der absolute Wahnsinn!

Der Druck ist erstmal weg – Suche kann entspannt weitergehen

Aber ich hatte nun zumindest erstmal eine Wohnung und musste nicht mehr mit dem bisherigen Druck eine Wohnung suchen. Am Montag würde ich mit meinen beiden Koffern in die Übergangswohnung ziehen. Leider musste ich für diese kurze Zeit von einem Monat noch einen gehörigen Aufschlag zahlen. Aber das war mir erstmal egal! Wichtig war, dass ich den Druck weghabe. Denn irgendwo in einer Pension unterkommen wird auch teuer. Denn ich glaubte schon nicht mehr daran, dass ich in den nächsten Tagen eine neue Wohnung bekommen würde.

Im Internet suchte ich also weiter nach Wohnungen. Allerdings reduzierte ich meine Ansprüche damit ich meine Chancen erhöhte eine Wohnung mit meinen Einnahmen zu erhalten. Mehrere Wohnungen kamen in frage. Ich reduzierte meine Auswahl auf neun Wohnungen, die ich alle anschrieb. Morgen am Montag würde ich per Mail oder meine Bekannte per Telefon versuchen Besichtigungstermine zu vereinbaren.

Der Start hier auf Gran Canaria läuft alles andere wie gewünscht, aber so kann es ja eigentlich nur besser werden.

Eure,

Paula

 

Der Flug in die Wahlheimat Gran Canaria

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Hallo, hier ist wieder Paula. Mein Flug in die Wahlheimat Gran Canaria, auf die Insel des ewigen Frühlings, meine Ankunft unter anderen Voraussetzungen und die Wohnungsbesichtigung.

Abflug – das Abenteuer beginnt

Heute ist es nun soweit. Obwohl ich hundemüde bin, hält mich mein Adrenalin wach. Das ist auch gut so, denn mein Flug geht bereits morgens um 6 Uhr. Das ist lange vorm Aufstehen und so fühle ich mich auch. Gut, dass ich meine Koffer bereits gestern aufgab. So muss ich lediglich dafür sorgen, dass ich wach durch die Kontrollen komme und im richtigen Flieger sitze. Alles andere machen dann andere. Sollte ich den Snack verschlafen wurde mir von meiner Bekannten ein Frühstück versprochen. Also, das Frühstück bekomme ich so oder so, nicht nur, wenn ich verschlafe. Und so früh morgens wird es meinem Magen sicherlich nicht auffallen, dass ihm etwas entging.

Wer einen Flug um 6 Uhr bucht hat seine Gründe

Einen Flug zu buchen, der um 6.00 Uhr morgens fliegt, hat – wie alles – seine Vor- und Nachteile.

Vorteil:

  • ich werde vom Flughafen mit dem Auto abgeholt.
  • ich habe noch was vom Tag, wenn ich nicht vor Müdigkeit tot umfalle.
  • ich habe am Nachmittag Zeit meine auserkorene Wohnung zu besichtigen.

Nachteil:

  • brauche ich um diese Uhrzeit wohl nicht extra erwähnen. Das ergibt sich von selbst, denke ich.

Die Entscheidung ist endgültig

Beim Gang aus dem Terminal zum Flugzeug führt mir schlagartig meine Konsequenzen vor Augen. Berlin lasse ich hinter mir und ich fliege in ein neues Land. Dort beginne ich einen neuen Lebensabschnitt. Auf dieses Abenteuer freue ich mich und trotzdem heule ich bei jedem Schritt Richtung Flugzeug. Versteht mich nicht falsch, ich wollte nichts rückgängig machen, aber ich habe in den zwei Jahren, in denen ich in Berlin lebte einiges aufgebaut, liebe Menschen kennengelernt und viel erlebt. Das lasse ich gerade hinter mir. Nicht die Erinnerungen, nein, die behalte ich immer in  meinem Herzen, aber die Möglichkeit dieses weiterhin zu leben.

Der Flug vergeht wie im Fluge. Immer wieder schlafe ich ein und ich schaffte es immer wach zu sein, wenn es die Snacks gab. Die gibt es sogar um diese Uhrzeit zuverlässig. Der Flug war nicht gefüllt, überall sah ich freie Plätze, aber ich war zu müde, als mich umzusetzen. Denn in meiner Reihe waren alle Sitze belegt und in vielen anderen Reihen, hätte ich keinen direkten Nachbarn. Aber nee, das hieße bewegen und ich wollte einfach schlafen und mich auf die Landung vorbereiten.

Das Erleben nach der Landung ist anders

Nach der Landung fühlte sich alles anders an. Es war, als ob ich mit einer andere Brille oder Linse diese Insel betrachtete. Ich hoffte, dass das wegen des Stresses war und der Unsicherheit zwecks Wohnungssuche. Denn es fühlte sich fremd an, was mich überraschte. Ich war so oft auf dieser Insel und jedes Mal wurde ich bereits in den ersten Sekunden von der Insel eingenommen. Der Blick zu den Bergen oder zum Meer, das warme Wetter, der strahlend blaue Himmel, die Menschen, alles hatte mich sofort verzaubert, aber heute wirkte dieser Zauber leider nicht.

Meine Bekannte verwöhnt mich

Meine Bekannte holte mich mit dem Auto ab, sodass ich mit meinen beiden Koffern bequem zu ihr kam. Mit dem Fahrradkoffer und dem eigentlichen Koffer wäre es im Bus arg umständlich geworden. Bei ihr angekommen richtete sie sofort ein Gourmetfrühstück. Sie zeigte mir mein Zimmer für die nächsten Tage und wir planten den Tag. Sie hatte einen Termin, weshalb sie mich nicht zur Besichtigung begleiten kann, aber sie würde mich hinfahren.

Wohnungsbesichtigung

Die Wohnung war wie auf den Fotos. Das erstaunte mich, hatte ich doch in den letzten Tagen vieles erlebt was sich Vermieter alles einfallen ließen. Wir besprachen die wichtigsten Punkte mit dem Einzug. Denn bei meiner Freundin konnte ich nur bis Dienstag bleiben, da sie anderweitig Besuch bekam. Das war für den Makler überhaupt kein Problem. Er würde mir gleich eine Mail schreiben und darin auflisten was er benötigt, damit ich zum Dienstag einziehen könnte. Es ging alles glatt und ich fing an mich zu beruhigen.

Der Blick aufs Meer

Ich ging nicht sofort zurück zur Wohnung meiner Bekannten, sondern schlenderte zum Strand und blickte aufs Meer. Viele gemütliche Cafés, eine breite Promenade, eine Fußgängerzone, die kurz vor der Fertigstellung ist. Viele Bänke oder Stufen von denen man aufs Meer blicken kann. Das würde ich ab nun immer sehen und erleben können, wenn ich will. Aber auch hier war es nicht wie sonst. Es scheint ein Unterschied zu sein, ob man weiß, dass man nur für eine kurze Zeit im Urlaub etwas erlebt oder ob man etwas für immer hat. Bin sehr gespannt, wie sich das die nächsten Tage und Wochen entwickelt. Sollte die Insel ihren Zauber auf mich für immer verloren haben, hätte ich ein Problem!

Eure,

Paula Petersen

Wohnungssuche auf spanisch – anders, skeptisch und kompliziert

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Hallo, hier ist wieder Paula. Eine Wohnungssuche auf spanisch ist anders, skeptisch und kompliziert. Wohnungen gibt es, nur werden sie nicht belegt.

Leere Wohnungen trotz Nachfrage

In Spanien, genau wie auf Gran Canaria, sind die Vermieter nicht so geschützt, wie in Deutschland. Aus diesem Grunde haben die Vermieter Bedenken ihre Wohnungen zu vermieten. Aus Angst vor Miet-Nomaden, die monatelang in ihren Wohnungen ohne Bezahlung hausen, werden die Wohnungen gar nicht vermietet. Es stehen viele Wohnungen leer, obwohl die wirtschaftliche Lage schlecht ist, und eigentlich jeder Vermieter froh sein müsste, wenn er seine leerstehenden Wohnungen vermieten kann. Aber dem ist nicht so.

Vermieter fordern ungewohnte Unterlagen

Bei einer Wohnung, die mir sehr gefiel, hatte ich hingeschrieben und vereinbarte einen Besichtigungstermin. Mir wurde die Wohnung von einem netten jungen Mann gezeigt. Er war freundlich und zuvorkommend. Auch als ich sagte, dass ich mein Geld mit dem Schreiben verdiene, schien alles in Ordnung. Leider erhielt ich dann im Anschluss eine Mail, in der aufgelistet wurde, was ich vorlegen sollte. Der Personalausweis ist normal, ein Steuerbescheid auch. Allerdings sollte ich auch eine Bescheinigung vom Staat vorlegen, wann ich wo bei welcher Firma gearbeitet habe.

Selbständigkeit schließt einen Mietvertrag quasi aus

Als ich alles bis auf die Bescheinigung vom Staat vorlegte, wurde mir gesagt, dass meine Einnahmen nicht sicher wären. Wie auch, wenn ich selbstständig bin. Aber in Spanien werden bei Angestellten Arbeitsverträge geschlossen, die innerhalb von zwei Wochen gekündigt werden können. Also hat eigentlich kein Mieter, egal, ob angestellt oder freiberuflich eine Chance eine Wohnung zu bekommen. Hier kommt jetzt Vitamin B zum Vorschein. Da mein Bekannter leider schon außer Landes ist, kann er mir nicht helfen oder für mich einspringen. Nun stehe ich hier, befinde mich auf einer Trauminsel und habe keine Wohnung.

Wohnungssuche wird zur Hürde

Die Wohnungssuche wird schwerer als ich dachte. Als ich mich entschloss trotzdem auszuwandern stellte ich mir (naiverweise) die Wohnungssuche als nicht so schwierig vor. Immerhin verfüge ich über ein recht sicheres Einkommen, welches ich schon seit längerer Zeit konstant erhalte. Aber „sicher“ ist halt relativ.

Es bleibt spannend!

Eure,

Paula