Allgemeines zum Rennradfahren auf Gran Canaria

frisch asphaltierte Straße in den Bergen von Gran Canaria

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Hallo, hier ist wieder Paula. Ich beschreibe Allgemeines zum Rennradfahren auf Gran Canaria: Streckenplanung, Verkehrsverhältnisse, Zustand der Straßen, Miteinander und Gefahrenstellen.

breiter Seitenstreifen auf dem auf Gran Canaria mit dem Rennrad bequem und sicher gefahren werden kann
breiter Seitenstreifen auf dem auf Gran Canaria mit dem Rennrad bequem und sicher gefahren werden kann

Überlegungen zum Rennradfahren

Bei meinen Streckenplanungen kann ich zwischen zwei Dingen wählen, wenn die Touren länger als 40 km werden. Das eine ist der Gegenwind und das andere die Berge. Wenn ich hauptsächlich ohne Gegenwind auskommen möchte, dann muss ich in die Berge fahren.

Der Wind bläst unterschiedlich stark, deshalb achte ich bei meinen Gegenwind-Touren auch auf die Wettervorhersagen. Denn wer bei einer Windstärke von 50 km/h mit teilweise starken Böen nicht unbedingt mit dem Rennrad fahren möchte, sollte die Vorhersagen beachten oder sich Touren aussuchen, die in die Berge gehen.

Risse und Absenkungen in den Straßen kommen besonders in den Bergen auf Gran Canaria vor.
Risse und Absenkungen in den Straßen kommen besonders in den Bergen auf Gran Canaria vor.

Zustand der Straßen

Die Straßen sind meist in einem sehr guten Zustand. Hier im Osten wurden gerade viele Straßen neu asphaltiert und es finden derzeit Ausschreibungen für Asphaltarbeiten für den Süden (Gemeine San Bartolomé) statt. Gerade die Straßen in die Berge sind meist in einem sehr guten Zustand. Außer leider die Strasse von Agüimes in den Barranco de Guayadeque hinauf zum Höhlenrestaurant. Das wäre eine ideale Tour, die zum Ende hin immer steiler, aber auch schöner wird, wäre der Asphalt nicht in einem denkbar schlechtem Zustand. Da muss man gerade beim Runterfahren, arg auf seine Felgen aufpassen. Derzeit nicht zu empfehlen, aber ich hoffe noch, dass auch diese Straße bald asphaltiert wird. Natürlich sind bei den Straßen immer mal Risse oder auch Schlaglöcher möglich, deshalb sollte IMMER auf die Straße geschaut werden. Das endet sonst auch mal böse.

Leitplanken sind bei ganz vielen Straßen in den Bergen auf Gran Canaria
Leitplanken sind bei ganz vielen Straßen in den Bergen auf Gran Canaria

Straßenverhältnisse

Die großen Schnellstraßen entlang der Küste sind durchweg mit einem ca. 2 Meter breiten Seitenstreifen versehen, auf dem sehr schön gefahren werden kann. Vor den diversen Kreiseln wird sich dann in die Straße eingeordnet. Die anderen Straßen besonders, die die in die Berge führen, haben diese Seitenstreifen nicht. Aber es herrscht kaum Verkehr auf diesen Straßen und es nimmt weiter ab, je weiter es Richtung Landesinnere geht.

Die Autofahrer sind durchweg sehr rücksichtsvoll und warten geduldig in einem guten Abstand auf eine Überholmöglichkeit. Auch wird durchweg in einem großen Abstand überholt. Hatte mich bis dato noch nie bedrängt gefühlt. Das kann ich allerdings nicht behaupten, wenn ich als Fußgängerin unterwegs bin. Da scheinen die Autofahrer extra Gas zu geben. Also absolute Vorsicht!

Vorsicht im Süden

Grundsätzlich wird sehr viel Rücksicht auf die Rennradfahrer genommen, aber natürlich sollte jeder sehr achtsam fahren. Besonders im Süden. Von St. Augustin bis Maspalomas sind viele Autos unterwegs mit sehr vielen Aus- und Auffahrten. Die Straße ist zweispurig und hat nicht durchgängig einen Seitenstreifen, sodass man mit den Autos zusammen fährt. Hier sind auch viele Touristen unterwegs, die vielleicht noch nicht so geübt mit den Verkehrsregeln sind. Auf dieser Strecke sind leider schone einige Unfälle passiert. Es gibt keine andere Möglichkeit, als diese Strecke zu fahren, wenn man vom Osten nach Westen möchte, außer man fährt über die Bergspitze. Deshalb einfach sehr vorsichtig und achtsam fahren.

Eure,

Paula

Rennrad Gruppenfahrt – aus 10 km wurden 100 dann 120 km

GC500 Richtung Arguineguin: links der Atlantik, rechts die Berge

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Hallo, hier ist wieder Paula. Eine Verabredung zu einer kurzen und ruhigen Rennrad-Tour in der Gruppe wurde zu einer schnellen 120 km Fahrt. Mein Entschluss intensiver Spanisch zu lernen reiften.

 

Rennrad-Tour im Süden von Gran Canaria
Rennrad-Tour im Süden von Gran Canaria

Erste Gruppenfahrt auf Gran Canaria

Wie wohl jeder andere Rennradfahrer, fahre ich gerne in der Gruppe. Und besonders dann, wenn ich als Frau immer am Hinterrad der Männer lutschen darf. Ergo, ca. 20% an Kraft einspare, wenn ich im Windschatten fahre. Deshalb freute ich mich über die Einladung von zwei Freunden. Sie wollten lediglich 10 km fahren und ganz locker und entspannt. Das traf sich gut, immerhin fuhr ich vor zwei Tagen eine 80 km Tour hinauf zum Stausee von Ayagaures im Süden von Gran Canaria. Von Maspalomas aus geht es Richtung Inselmitte mit schöner Aussicht und wenig Verkehr.

Kurze Tour, aber mit Spaß

Ich machte mich also für diese langsame Tour fertig. Ließ dieses Mal meine Bananen weg, die ich bei meinen langen Ausfahrten immer ausreichend mitnahm. Auch ließ ich die dritte Trinkflasche weg. Ich fragte mich zwar, warum die beiden nur so eine kurze Tour fahren wollten, aber dachte, sie sind sicherlich einen Tag vorher eine lange und anstrengende Runde gefahren. Dann ist es üblich, dass am folgenden Tag eine ganz lockere Tour zum Entspannen gefahren wird. Außerdem hatten sie bei der letzten Ausfahrt mitbekommen, dass ich nicht so schnell war. Bei einer langsamen Runde dachten sie wohl, dass ich mithalten kann. Ich nahm zwei Trinkflaschen mit, weil ich mittlerweile ja meine Pappenheimer schon kenne. Wer weiß, nachher fuhren sie doch 20 oder 30 km.

GC500 Richtung Arguineguin: links der Atlantik, rechts die Berge
GC500 Richtung Arguineguin: links der Atlantik, rechts die Berge

Den Überlegungen konnte ich nicht folgen

Am vereinbarten Treffpunkt angekommen fragte ich dann auch, ob es noch bei der lockeren und entspannten Tour blieb. Ja, ja, locker, 10 km. Gut. Der Blick der mich traf ließ mich kurz stocken. Dann überlegten sie wohin die Tour gehen sollten und als dann von Mogán die Rede war, kam mir das komisch vor. Erstens ist Mogán von Arinaga aus mindestens 60 km entfernt, also hin und zurück 120 km, und da die beiden das so selbstverständlich sagten, dämmerte mir plötzlich was hier schief gelaufen war. Die beiden sprachen immer von 100 km und ich hatte stattdessen geglaubt, sie hätten 10 gesagt. Nun denn. Obwohl ich eigentlich diez = 10 und cien = 100 gut auseinanderhalten konnte, aber wieso ich das in den falschen Hals bekam?

Spanischkenntnisse sind wichtig

Meine Frage war nun: Trotzdem mit? Ich freute mich ja auf die Gruppenfahrt, deshalb ja. Ich sagte vorsorglich schon mal, dass ich vor zwei Tagen bereits 80 km in den Beinen hatte, und ich nicht wüsste, wie mein Hintern reagieren würde. Ich fand die Ausrede gut. Da es die Hin- und Rücktour auf derselben Straße gefahren wurde, war es für mich kein Problem mittendrinnen umzudrehen. Bei meinem Tempo würden sie mich dann schon wieder einholen. So kam es dann auch. Ich fuhr lediglich bis Aguineguin (40 km), die beiden bis Mogán (60 km), aber erstaunlicherweise holten sie mich nicht ein. Hoffentlich fuhren sie nicht den ganzen Tag in einem Kreisel und warteten auf mich.

Eines war mir heute wieder klar geworden. Das Vokabeln pauken musste ich eine höhere Priorität geben.

Eure,

Paula

p. s.

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GPSies - 76km-900hm-Aguineguin