25. vuelta cicloturista Gran Canaria – Costa Mogan ist veröffentlicht

Anstieg in die Berge in der Nähe von Agüimes, Gran Canaria. Foto: Paula Petersen

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Hallo, hier ist wieder Paula. Die Etappen mit Datum der 25. Vuelta Cicloturista sind veröffentlicht worden. 5 Etappen, die es in sich haben und ein Zeitfahren zum Poco de las Nieves auf 1949 müNN.

Die Vuelta Cicloturista Gran Canaria – Costa Mogán ist veröffentlicht

Enge Kurven Los Coralillos - Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Enge Kurven Los Coralillos – Gran Canaria

Nachdem ich gestern schrieb, dass es dieses Etappenfahren hier auf Gran Canaria gibt, schaute ich gleich noch mal nach und sah, dass die Planung abgeschlossen ist. Die 25. Vuelta Cicloturista startet am 2. Dezember und endet am 7. Dezember mit der Schlussetappe. Am 6. Dezember kann, wer sich das zutraut, das Zeitfahren rauf zum höchsten Berg Gran Canarias fahren. Es ist der Poco de las Nieves und liegt auf 1949 müNN. Es soll Steigungen von 23% geben, weshalb das für mich ein Ruhetag ist. Die fünf Etappen haben eine Gesamtlänge von 342 km und eine Gesamtsteigung von 3.800 hm.

350 Rennradfahrer von fünf Kontinenten

Anstieg in die Berge in der Nähe von Agüimes, Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Anstieg in die Berge in der Nähe von Agüimes, Gran Canaria.

Ich las, dass 350 Rennradfahrer an diesem Rennen teilnehmen. Das ist eine stolze Zahl, wie ich finde. Es ist eines der ältesten Radrennen in Europo und feiert in diesem Jahr sein 25. Jubiläum. Aber es ist kein Radrennen, in dem Sinne, sondern Radtouristenfahrten. Es gibt Verpflegungsstellen, keine Zeitnahme, Begleitfahrzeuge, Sanitäter. Im Grunde genommen sind sind das fünf RTFs (Radtourenfahrten). Nur im Dezember bei schönem Wetter und in einer atemberaubenden Gegend. Die einzige Ausnahme ist das Zeitfahren zum Poco de las Nieves hoch. Da wird die Strecke auf Zeit hoch gejagt, wenn man das bei Steigungen von bis zu 23% sagen kann.

Die fünf Etappen, der Vuelta Cicloturista teilen sich wie folgt auf:

  • Montag, den 2. Dezember 2013: 28 km, Start: 15.30 Uhr
  • Dienstag, den 3. Dezember 2013: 77 km, Start: 8.30 Uhr
  • Mittwoch, den 4. Dezember 2013: 71 km, Start: 8.30 Uhr
  • Donnerstag, den 5. Dezember 2013: 99 km, Start: 8.30 Uhr
  • Samstag, den 7. Dezember 2013: 67 km, Start: 8.30 Uhr

Frühe Startzeit führt zu logistischen Problemen

Herrliche Landschaft bei Carrizal - Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Herrliche Landschaft bei Carrizal – Gran Canaria

Die Startzeit ist bei den langen und schwierigen Etappen mit 8.30 Uhr morgens sehr gut gewählt. Nur gibt es für mich ein Problem. Denn die Etappen starten alle von Puerto de Mogán. Das liegt ca. 60 km von Arinaga entfernt. Ein Bus wird für die Strecke mindestens 45 bis 60 Minuten benötigen. Dann sollte ich etwas eher dort sein, damit ich nicht an letzter Stelle starte. Die Frage wird sein, wie ich um diese Zeit mit meinem Rennrad nach Puerto Mogán komme.

Kosten der Vuelta Cicloturista sind gestaffelt

Die Kosten für diese fünf Etappen sind gestaffelt. 155€ zahlt, wer sich bis zum 15.08. anmeldet, 175 € zahlt, wer sich bis zum 15.10. anmeldet und wer sich bis zum 30.11. anmeldet, zahlt 205 €. Die Preise sind höher als bei normalen Radtourenfahrten, wie ich es aus Deutschland kenne. Dort zahlte ich 8 Euro für eine Fahrt. Hier sind es, wenn ich früh zahle, 31 Euro pro Fahrt. Dafür bekomme ich fünf Fahrten durch atemberaubende Landschaften, die ich mit 350 anderen Rennradfahrern abfahre, erhalte zudem ein Trikot, kostenlose Verpflegung und Fotos.

Finanzierer und Unterstützer

Vielleicht finde ich in der Zeit jemanden, der bei mir übernachtet und mir so die Kosten für diese Fahrt finanziert. Auf alle Fälle werde ich mir die Touren mal genauer ansehen, wenn ich hier in meiner Gegend die Kondition aufbauen konnte. Dann kann ich gleich mal testen, wie die Verbindungen nach Mogán von Arinaga sind und was ich beachten müsste. Allerdings sollte ich mal nicht zu weit Voraus schauen, denn ich habe erst eine Fahrt in den Bergen in den Beinen und sollte die nächsten Wochen schauen, ob ich überhaupt in der Lage sein werde im Dezember in einer Woche fünf Etappen zu fahren.

Eure,

Paula

Schnupper-Rennrad-Tour in die Berge von Gran Canaria

gleichmäßige und sanfte Anstiege bei Agüimes. Foto: Paula Petersen

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Die Planung war fehlerhaft, da in La Banda der Weg im Schotter endete. Foto: Paula Petersen
Die Planung war fehlerhaft, da in La Banda der Weg im Schotter endete.

Hallo, hier ist wieder Paula. Endlich die erste Rennrad-Tour in die Berge auf Gran Canaria. Eine kleine, zum Schnuppern, aber vor Aufregung vergass ich meine komplette Vorbereitung.

Vorbereitung für die erste Rennrad-Tour

Endlich war die erste Ausfahrt da. Es ist soweit. Gestern Abend hatte ich das Rad überprüft, den Luftdruck optimiert und meine Fahrradkleidung bereit gelegt. Die Flaschen gefüllt, das Notfallpaket geschnürt und verstaut, die Kamera und etwas Geld eingepackt.

Auswahl und Planung der Rennrad-Tour mit gpsies.com

Die Tour hatte ich mit gpsies.com erstellt und für die Einstiegstour für geeignet befunden. Diese lud ich auf mein Garmin , sodass ich mich voll aufs Fahren und Staunen konzentrieren kann. Ich kalkuliere mit vielen Stopps, da ich viele Fotos schießen will. Noch ein letzter Blick auf die Strecke und es konnte nach meinem Frühstück losgehen.

Start verzögerte sich

Eigentlich wollte ich bereits spätestens 8.30 Uhr starten, weil es derzeit tagsüber 30 Grad Celsius warm wird und ich wollte niht in die Mittagssonne kommen. Für die 26 km mit zu erfahrenen Höhenmeter von ca. 500, kalkulierte ich gut zwei Stunden ein. Kannte die Strecke nicht und wollte Fotopausen einlegen.

Spaß pur, auch bei Gegenwind

Von Agüimes nach Los Coralillos liegt diese wunderbare Landschaft auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Von Agüimes nach Los Coralillos liegt diese wunderbare Landschaft auf Gran Canaria.

Um 9.30 Uhr machte ich mich auf die Strecke. Ich fühlte mich gut, obwohl ich auf den ersten paar hundert Meter mit reichlich Gegenwind begrüßt wurde. Die erste Strecke bis nach Montaña los Velez führt an einer großen Straße entlang, aber dann bog ich ab Richtung Berge.

Kondition muss aufgebaut werden

Ich bin fast ein Jahr nicht mehr gefahren und wollte mich einrollen und die Strecke bzw. die Berge und deren Beschaffenheit kennenlernen: Wie steil, wie kurvig, wie die Strassenbeschaffenheit, wie die Sonne, wie meine Kraft. Deshalb zwang ich mich zum Langsamfahren und Genießen.

Beim Abbiegen Richtung Berge stieg der Puls

gleichmäßige und sanfte Anstiege bei Agüimes. Foto: Paula Petersen
gleichmäßige und sanfte Anstiege bei Agüimes.

In Montanña los Velez bog ich ab und schon ging es bergauf. Hier spürte ich, dass ich lange nichts tat und mein Puls sofort nach oben schnellte. Der erste Anstieg. Ich fragte mich, ob meine neue Tretkurbel wirklich für die Berge taugt. Leider ging die Straße kurz nach dem Ort in einen Schotterweg über. Also drehen und die Alternative fahren.

Geplante Strecke führte zum Schotterweg

In La Banda hatte ich nun keinen Plan mehr, sondern sah auf meinem Garmin edge 800 nur, dass ich neben der geplanten Strecke fuhr. Ich verzichtete bis dato darauf mir eine Karte zu kaufen. Hoffe einfach, dass meine geplanten Strecken so gut sind, dass ich nach einer Karte fahren muss. Die Strecke hatte ich auch noch gut im Kopf, sodass ich ohne Probleme wieder meine Strecke fand.

Verhältnis Geschwindigkeit: Aufstieg zu Abstieg bei 1:5

Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg. Foto: Paula Petersen
Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg.

Dann sagte mir mein Navi erneut, dass ich von der Strecke abwich. Deshalb fuhr ich den Berg hoch bis zum nächsten Kreisel und wieder zurück. Das war dann auch das letzte Mal, dass ich falsch fuhr. An diesem STück, das ich versehentlich Richtung Ingenio fuhr, war der Unterschied vom Bergauffahren (10 km/h) und Bergabfahren (50 km/h) zu sehen.

Anstiege sind gleichmäßig und gemäßigt

Bis hierhin gab es ein paar Anstiege und bis hierhin waren es auch die einzigen Mal, dass ich aus dem Sattel ging. Danach wurden die Anstiege so bedächtig und gleichmäßig, dass sogar ich als Flachland-Fahrerin diese mit normalem Puls rauffuhr. Meine Oberschenkel machten sich immer mal wieder bemerkbar, aber dann reduzierte ich das Tempo und sie beruhigten sich wieder. Möchte sie ja nicht verstimmen, sondern dazu bringen in Zukunft 2-3 mal die Woche mit mir eine Tour zu unternehmen.

Ich vergaß die Sonnencreme

Schöne Aussicht von Carrizal auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Schöne Aussicht von Carrizal auf Gran Canaria.

Als ich von Carrizal nach El Carríon fuhr, war es wie im Traum. Eine einsame, aber sehr gut zu befahrene Straße, atemberaubende Landschaft und schönes Wetter. Allerdings spürte ich meine Haut, die der Sonne ausgesetzt war, und mir fiel ein, dass ich vergessen hatte mich einzucremen. Auch vergaß ich die Sonnencreme einzupacken. Das werde ich hoffentlich nicht bitter bereuen.

180 ° Kurven verhindern die Geschwindigkeitsmitnahme

Die Straßen führten durch die Berge, es ging bergab und bergauf. Leider konnte ich den Schwung vom Bergabfahren selten nutzen, weil am Ende meist eine Haarnadelkurve folgte. Umso langsamer ging es dann wieder bergauf. Aber allein mit der Natur war es herrlich zu fahren. Meine Kondition hielt gut mit, worauf ich aufbauen kann. Das wird noch was mit mir und den Bergen.

Die Sonne brennt mir auf meinen Pelz

Straßen führen entlang der Berghänge. Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Straßen führen entlang der Berghänge. Gran Canaria.

Die Sonne brannte nun stark herab. 30 Grad Celsius im Schatten sind halt 40 Grad Celsius in der Sonne, wenn nicht noch mehr. Da ich die Strecke nicht einschätzen konnte, traute ich mich nicht mit dem Wasser zu verschwenderisch umzugehen. Keine Autos, keine Hilfe.

Mehr Rennradfahrer als Autos unterwegs

Richtung Agüimes begegneten mir allerdings immer wieder andere Rennradfahrer. Die Berge gehörten uns allein. Autos begegneten mir lediglich, wenn ich mich Orten näherte. Aber es wurde gegenseitig Rücksicht genommen, sodass ich mich immer sicher fühlte.

In den Bergen gibt es Tierställe

Auf dem Weg roch ich auch, dass es auch auf Gran Canaria Ställe und den dazugehörigen Mist gibt. Ebenso sah ich riesige Paläste, die mit einem hohen Zaun, gefährlichen Hunden und einer Alarmanlage gesichert waren. Das Landesinnere hat auch etwas. Wenn dazu dann ein Haus mit Pool gehört, lässt es sich hier auch sehr schön leben.

Vor Aufregung die Stoppuhr vergessen

Leider bemerkte ich mittendrinnen, dass ich vergaß meine Stoppuhr zu starten. Deshalb habe ich keine komplette Auswertung. Aber eines weiß ich, das war nicht meine letzte Fahrt. ich werde die ersten Touren in die Berge schön langsam fahren, um mich fit zu fahren. Die nächste Fahrt geht aber erstmal nach Playa Inglés zu free-motion.net. Dort schauen sie nach meiner Kurbel. Auch sind Sie Ausrichter für die 25. VUELTA CICLOTURISTA GRAN CANARIA COSTA MOGÁN im Dezember, an der ich gerne mitfahren würde.

Die Berge machen mir keine Angst mehr

ich bin total begeistert und euphorisiert. Hatte ich doch heiden Respekt vor den Bergen, aber die habe ich mir heute zum Großteil genommen. Natürlich war ich nur auf einer Höhe von 300 Metern, aber ich merkte, dass das andere mit Training zu schaffen ist. Die Erleichterung lässt mich schweben.

Eure,

Paula