Wohnungen in Spanien und Gran Canaria haben andere Standards

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Hallo, hier ist wieder Paula. Der Vermieter lässt sich nicht erweichen, deshalb vereinbare ich neue Besichtigungstermine mit kleineren und günstigeren Wohnungen.

Mit dem Standard sinkt die Mietdauer

Die Wohnung, die ich mir nach meiner Ankunft ansah, hätte ich für 12 Monate fest gemietet. Da ich jetzt auch Wohnungen besichtigen würde, in denen ich nicht ewig wohnen möchte, werde ich als erstes bei der Mietdauer feilschen. Es kann sein, dass die zu besichtigenden Wohnungen lediglich Übergangswohnungen sein werden. Mir geht es jetzt nur noch darum, dass ich in Playa de Arinaga eine Wohnung bekomme. Würde ich dort erstmal leben, lernen ich Menschen kennen und werde über das Gespräch sicherlich in Erfahrung bringen, wo es weitere Wohnungen gibt. Vielleicht ergibt es sich auch, dass ich Menschen kennenlerne, die selber Wohnungen vermieten. Es ist immer ein Unterschied, ob man fremd ist und direkt von Deutschland einwandert oder ob ich schon vor Ort wohnhaft bin. Zudem habe ich mittlerweile meinen Grund überarbeitet, warum ich eine Wohnung suche und wieso ich überhaupt auf die Insel ziehe.

Ändere meinen Grund für meinen Wegzug von Deutschland

Natürlich hörte ich aufmerksam zu, als meine Bekannte eine Wohnung für mich suchte. Und ich hörte immer wieder, dass ich hier bin, um die Sprache zu lernen. Das klingt gut und vernünftig. Diesen Grund übernahm ich und würde ich gleich mal testen. Morgen konnte ich drei Termine vereinbaren. Leider lagen sie von der Uhrzeit weit auseinander, aber ich würde die Zeit suchen, um mich vor Ort umzusehen und die Atmosphäre einzuatmen. Leider soll es morgen bedeckt sein, sodass ich keine Sachen mitnehmen werde, um zu baden. Das wollte ich mir aufsparen.

Wohnstandard und Wohnausstattung sind anders

Wohnungen in Spanien sind anders. Ich wunderte mich ja bereits im Internet, dass viele Fenster auf den Fotos zugezogen sind. Aber viele Wohnungen haben wenig Fenster mit Blick. Viele Fenster führen zu einem Lichtschacht, weshalb zwar Licht einfällt, aber kein Tageslicht. Zudem sind die Fenster milchig, damit die Nachbarn, die manchmal nur 2 Meter entfernt ihre Fenster zum Lichtschacht haben, nicht in die jeweils andere Wohnung schauen können. Also befinde ich mich in einer dunklen Wohnung, in der ich mich irgendwie eingesperrt fühle. Ein Fenster gibt es zur Straße. Das ist das Schlafzimmer. Leider werde ich mich in dem Zimmer eher zu Zeiten aufhalten, wenn ich den Blick nicht mehr werde genießen können. Aber wenn ich tagsüber aus dem Fenster schaue, habe ich einen wirklich schönen Ausblick. Wenigstens das. Damit mir die Decke nicht auf den Kopf fällt, habe ich den ganzen Tag das Licht in allen Zimmern an.

Helligkeit auf der Straße wird mit der Dunkelheit in der Wohnung ausgeglichen

Schon erstaunlich. Ich befinde mich auf einer Sonneninsel. Zudem ist das Licht hier so hell, dass ich permanent geblendet werde. Kneife fast immer ein Auge zu, um überhaupt etwas sehen zu können, wenn ich draußen auf der Straße bin. Aber hier in der Wohnung ist es dunkel. Aber ich beruhige mich mit der Aussicht, dass meine neue Wohnung heller sein wird. Zumindest nehme ich mir ganz fest vor, dass es so eine sein wird.

Eure,

Paula

Die Berge am Nachmittag aus Richtung Vecindario.
Die Berge am Nachmittag aus Richtung Vecindario.

Wohnungssuche auf spanisch – anders, skeptisch und kompliziert

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Hallo, hier ist wieder Paula. Eine Wohnungssuche auf spanisch ist anders, skeptisch und kompliziert. Wohnungen gibt es, nur werden sie nicht belegt.

Leere Wohnungen trotz Nachfrage

In Spanien, genau wie auf Gran Canaria, sind die Vermieter nicht so geschützt, wie in Deutschland. Aus diesem Grunde haben die Vermieter Bedenken ihre Wohnungen zu vermieten. Aus Angst vor Miet-Nomaden, die monatelang in ihren Wohnungen ohne Bezahlung hausen, werden die Wohnungen gar nicht vermietet. Es stehen viele Wohnungen leer, obwohl die wirtschaftliche Lage schlecht ist, und eigentlich jeder Vermieter froh sein müsste, wenn er seine leerstehenden Wohnungen vermieten kann. Aber dem ist nicht so.

Vermieter fordern ungewohnte Unterlagen

Bei einer Wohnung, die mir sehr gefiel, hatte ich hingeschrieben und vereinbarte einen Besichtigungstermin. Mir wurde die Wohnung von einem netten jungen Mann gezeigt. Er war freundlich und zuvorkommend. Auch als ich sagte, dass ich mein Geld mit dem Schreiben verdiene, schien alles in Ordnung. Leider erhielt ich dann im Anschluss eine Mail, in der aufgelistet wurde, was ich vorlegen sollte. Der Personalausweis ist normal, ein Steuerbescheid auch. Allerdings sollte ich auch eine Bescheinigung vom Staat vorlegen, wann ich wo bei welcher Firma gearbeitet habe.

Selbständigkeit schließt einen Mietvertrag quasi aus

Als ich alles bis auf die Bescheinigung vom Staat vorlegte, wurde mir gesagt, dass meine Einnahmen nicht sicher wären. Wie auch, wenn ich selbstständig bin. Aber in Spanien werden bei Angestellten Arbeitsverträge geschlossen, die innerhalb von zwei Wochen gekündigt werden können. Also hat eigentlich kein Mieter, egal, ob angestellt oder freiberuflich eine Chance eine Wohnung zu bekommen. Hier kommt jetzt Vitamin B zum Vorschein. Da mein Bekannter leider schon außer Landes ist, kann er mir nicht helfen oder für mich einspringen. Nun stehe ich hier, befinde mich auf einer Trauminsel und habe keine Wohnung.

Wohnungssuche wird zur Hürde

Die Wohnungssuche wird schwerer als ich dachte. Als ich mich entschloss trotzdem auszuwandern stellte ich mir (naiverweise) die Wohnungssuche als nicht so schwierig vor. Immerhin verfüge ich über ein recht sicheres Einkommen, welches ich schon seit längerer Zeit konstant erhalte. Aber „sicher“ ist halt relativ.

Es bleibt spannend!

Eure,

Paula

Angepriesene Wohnungen waren Beispielswohnungen

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Hallo, hier ist wieder Paula. Im Internet angepriesene Wohnungen waren Beispielswohnungen, aber sie hätten andere, die sie mir gegen Bezahlung zeigen könnten.

Umgehender Rückruf aus Spanien – Gran Canaria

Ich erhielt prompt einen Anruf aus Spanien und wunderte mich schon über die Zuverlässigkeit, als mir offenbart wurde, dass die Wohnungen, die ich mir aussuchte, nicht frei sind. Diese Wohnungen, die sie im Internet auf der Webseite stehen haben, sind lediglich Beispielswohnungen, die sie bereits erfolgreich vermittelten. Aber anhand der ausgesuchten Wohnungen könnten sie für 220 Euro andere Wohnungen suchen. Sie fragten, weitere Punkte ab und wollten sich wieder melden. Ich sagte, dass ich in einer Woche auf Gran Canaria landen würde und dass ich gerne umgehend einen Besichtigungstermin hätte. Mir wurde zugesagt, dass sie bis dahin welche gefunden hätten.

Leichter Ärger über Zeitverschwendung

Über die Arbeitsweise ärgerte ich mich schon. Denn ich hatte viel Zeit in die Selektion der Wohnungen gesteckt, die alle nicht zur Verfügung standen. Diese Zeit hätte ich gerne für andere Arbeiten eingesetzt, die dafür liegen blieben. Aber, als hoffnungslose Optimistin, sah ich den Vorteil, dass ich mich über den Markt informierte. Ich wusste nun, in welchen Gegenden welche Wohnungen zu welchem Preis angeboten würden. Denn die Preise wären wohl recht stabil wurde mir versichert. Allerdings wurde ich zunehmend skeptischer.

Gearbeitet wird gegen cash

Zumal ich erfuhr, dass die Vermittlungsgebühr von 220 Euro keine Maklergebühr ersetzen würde, denn die fiele trotzdem an. Ich schluckte, aber da ich den Auszug aus meiner Wohnung im Nacken spürte, blieb mir nichts anderes übrig, als diesem Angebot zuzustimmen. Ich traute es mir noch nicht zu mit spanischen Vermietern persönlich zu sprechen und freute mich, wenn das jemand übernahm, der meine Wünsche berücksichtigt und sich vor Ort auskennt. So blieb ich trotzallem recht optimistisch. Ich sah mich zwar nicht mehr in einer großen Wohnung mit Terrasse (womöglich Dachterrasse) und Meerblick sitzen, aber ich sah mich auf der Insel sitzen und aufs Meer schauen.

Traum wird langsam lebendig

Meinem Traum vom Schreiben auf Gran Canaria – bei schönem Wetter und Blick aufs Meer – nahm immer mehr Konturen an. Bald würde mein Traum Wirklichkeit werden.

Eure,

Paula

 

 

Auswandern – aus einem Vorhaben wird ein Abenteuer

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Hallo, hier ist wieder Paula. Eine sicher geglaubte Auswanderung steht auf der Kippe. Meine Bleibe wurde mir gestern genommen. Nun wäge ich ab, ob ich trotzdem fahre oder hier bleibe.

Überrascht über meine kurzentschlossene Entscheidung

Es ist schon kurios. Das Angebot meines Bekannten hat mich völlig überraschend getroffen. Trotzdem entschied  ich mich recht schnell dieses Angebot anzunehmen und auszuwandern. Ein neues Land, eine neue Sprache, eine neue Mentalität und vor allem, anderes Wetter. Ich war selbst verwundert, wie kurzentschlossen ich mich zum Auswandern entschied. Es kam wohl ein unbewusster Wunsch ins Bewusstsein. Anders kann ich es mir nicht erklären.

Und jetzt, wo mein Bekannter – obwohl ich ihn nicht mehr so nennen mag, nach dem er mir das antut – sein Angebot zurückzieht, bin ich trotzdem am Überlegen nach Gran Canaria zu ziehen. Ich lernte eine Seite an Spanien kennen, die mir nicht behagt, trotzdem zieht es mich auf diese Insel.

Auswandern trotzdem wagen

Im Grunde genommen weiß ich, dass ich jederzeit zurück kann. Sollte es nicht klappen, aus welchem Grund auch immer, dann würde ich dann genau an dem Punkt stehen, wie ich es jetzt tue. Denn auch jetzt müsste ich hier in Deutschland von vorne anfangen. Neue Wohnung, neue Möbel, neue Umgebung. Diese Gedanken kann ich mir immer noch machen, sollte ich in ein paar Jahren zurückkommen.

Aber dieser Schritt fühlt sich an, als wenn ich ihn gehen muss. Es ist so etwas wie Schicksal. Ich stehe da ohne Wohnung, ohne Möbel und kann machen was ich will. Ich arbeite von überall und brauche lediglich Internet. Ich habe keine Kinder. Was kann mir also schon passieren? Und ich freute mich auf Spanien, auf Gran Canaria, auf die Sprache, die Menschen, das Wetter. Ich sah mich auf der Insel arbeiten, leben, lieben.

Ich lebe meinen Traum

Andere beneiden mich, um diese Wahlmöglichkeit. Ich kann etwas tun, was sich viele wünschen, erträumen, aber nie durchführen können. Ich aber, habe die Möglichkeit. Gut, es war anders geplant, aber trotzdem habe ich die Möglichkeit. Ich kann auswandern. So leicht wie jetzt, wird es sicher nie wieder. Wenn ich diesen Schritt jetzt nicht gehe, werde ich es bereuen. Das weiß ich. Sollte es mir nicht gefallen und ich komme zurück, ist es nicht schlimm. Denn dann weiß ich, dass es nicht meins ist. Zumindest nicht jetzt und nicht Gran Canaria.

Auswanderung komplett neu planen

Allerdings ist meine komplette Planung über den Haufen geschmissen. Ich ging davon aus, dass ich nichts brauche, weil in der Wohnung alles vorhanden ist. In der Wohnung war TV, sogar Deutsches-TV, Internet, Telefon, Strom und Wasser. Es war natürlich möbliert mit elektrischen Geräten. Es war alles vorhanden, ich sollte in eine fertige Wohnung einziehen. Nun heißt es erstmal schauen, ob es Wohnungen gibt, wie die Preise sind, ob ich es mir leisten kann oder nur in Gegenden, die ich nicht mag. Ich kenne die Preise für Internet und Telefon nicht, muss mich erkundigen, was es dort für Anbieter gibt und was zu beachten ist.

Es kommen Arbeiten auf mich zu, die nicht geplant waren. Mein großzügig berechneter Terminplan wird plötzlich sehr eng. Viel zu eng und es wird stressig. Aus dem Vorhaben ist ein Abenteuer geworden, in das ich mich nun stürze.

Eure,

Paula

Schock! Ich bin wohnungslos und fühle mich auch so

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Hallo, hier ist Paula. Meine Wohnung ist gekündigt und mein Bekannter lädt mich aus. Wohnungslos und geschockt überlege ich mir die nächsten Schritte.

Wohnung gekündigt

Meinen Plan arbeite ich Stück für Stück ab. Sofort nach meiner Entscheidung informierte ich meinen Vermieter. Dieser war sehr froh, da die Mieten in Berlin in den letzten zwei Jahren enorm stiegen. Das bedeutet, je eher ich draußen bin, umso schneller kann er mehr Miete bekommen. Deshalb einigten wir uns auch auf eine vorzeitige Kündigung, sodass ich die gesetzliche Kündigungsfrist nicht einhalten musste. Leider lehnte er es ab, meine Einbauküche zu übernehmen, weshalb ich diese nun auch verkaufe.

Schocknachricht auf dem Weg zum Fahrradkoffer

Mit einer Freundin bin ich auf dem Wege mir meinen Fahrradkoffer abzuholen. Ich beobachtete einige Auktionen und bei diesem schlug ich zu. Es war ein Schnäppchen, im Vergleich zu den anderen Auktionen. Da ich zudem die Versandkosten sparte, weil es in der Nähe von Berlin lag, fuhr ich glücklich zur Abholung. Auf dem Weg erhielt ich eine Nachricht auf mein Handy, die mich schockte.

Mein Bekannter von Gran Canaria zieht sein Angebot zurück und lädt mich aus

Mein Bekannter von Gran Canaria hat umgeplant. Er möchte in die Wohnung nicht mehr zurück, wie ursprünglich geplant, sondern er verkauft sie und hat auch schon einen Käufer. Die Wohnung, in die ich einziehen wollte, steht nun nicht mehr für mich zur Verfügung. Auch nicht kurzfristig. Denn ich fragte, ob ich erst in seine Wohnung ziehen könnte, um mir in Ruhe eine neue Wohnung auf der Insel zu suchen. Es täte ihm leid, aber der Verkäufer zieht sofort ein, auch das ginge nicht. Da saß ich nun im Auto und überlegte meine Situation.

  1. Ich habe meine Wohnung gekündigt. Ich wusste, dass mein Vermieter bereits einen Nachmieter hat. Rückweg ausgeschlossen.
  2. Meinen Haushalt habe ich bis auf wenige Artikel bereits verkauft.
  3. Ich habe keine neue Wohnung auf Gran Canaria.

Ordnung ins Gedankenchaos bringen

Mein erster Gedanke war  alles zu stoppen. Aber das ist natürlich quatsch. Umziehen müsste ich sowieso. Möbel kaufen auch. Hier in Berlin zu bleiben fühlt sich falsch an, weil ich mich gerade dagegen entschied und Gran Canaria vorzog. Ich könnte woanders hinziehen, andere Stadt. Aber wenn schon Umzug, warum dann nicht nach Gran Canaria? Ich entschied mich für das Auswandern und freute mich darauf. Was würde ich riskieren, wenn ich diesen Schritt trotzdem wage? Zwar unter anderen Voraussetzungen, aber ist das noch wichtig? Ich werde mir nun Gedanken machen und versuchen alles zu sortieren. Morgen möchte ich mich entschieden haben.

Eure,

Paula