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Machogehabe kann auch richtig wohltuend sein – manchmal

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Hallo, hier ist wieder Paula. Es gibt Tage, an denen freue ich mich diebisch über Begebenheiten, über die ich mich sonst aufregen würde. Machogehabe von Männern, zum Beispiel.

Es gibt so Tage wie diese

Ich schrieb gestern von meinem gebrauchten Tag als ich mich auf meinem Rennrad Richtung Berge quälte und der Tag einfach nicht so sein sollte, wie ich es geplant und damit gewünscht hätte. Aber was soll ich sagen, dann kam sie, die Begebenheit, die mich noch eine Weile beschäftigen sollte.

Auf der Suche nach Ablenkung

leere Straßen Cruce de Arinaga im Osten von Gran Canaria

leere Straßen Cruce de Arinaga im Osten von Gran Canaria

In Vecindario fuhr ich Richtung Cruz de Sardina, eine lange Straße, die morgens am Sonntag ziemlich leer ist. In der Ferne sehe ich einen Mann, wie er auf einer Parkbank sitzt. Es scheint, als telefonierte er. Er stand auf, ging ein paar Schritte und hielt sich das Handy ans Ohr. Da es sonst nichts in der dieser Straße gab, beobachtete ich ihn während ich ihm näher kam. Das ging eine Weile so weiter. Als ich in seiner Nähe war, klappte er sein Handy zu und ging zur Straße. Er musste warten, bis ich vorbei fuhr, zumindest tat er es, was ich nett fand. Aber der Umgang mit Rennrad-Fahrern ist erstaunlich freundlich und entspannt.

Sonntagsfahrten sind einsam

Parkbank im Schatten Las Palmas Gran Canaria

Parkbank im Schatten

Ich blickte nach vorne, aber es gab keinen weiteren Menschen, den ich beobachten konnte. Freute mich heute über Abwechslung, weil die Konzentration auf mich selbst, heute nur rückmeldete: ich bin müde, ich bin schlapp, können wir nicht wieder umdrehen? Da sah ich im Augenwinkel, wie mich der Mann taxierte, ziemlich lange und intensiv. Und dann kam es. Ich hörte es deutlich. Es war ein Pfeifen, er pfiff mir hinterher, weil ihm gefallen hatte, was er sah!

Traumfrau erschien vor meinem geistigen Auge

Atlantik vor Arinaga im Osten von Gran Canaria.

Atlantik vor Arinaga im Osten von Gran Canaria.

Sofort hatte ich ein wunderschönes Bild vor Augen, wie eine schlanke, sportliche, gut aussehende Frau mit ihrem Rennrad durch die Straßen raste. Diese Frau war braun gebrannt und ein fröhlicher Mensch. Ich lächelte und war diesem Herrn sehr dankbar! Obwohl ich eigentlich nicht auf das hinterher pfeiffen bei Frauen stehe, machte mich diese kleine Geste doch sehr glücklich. Das Lächeln bekam ich nicht mehr aus dem Gesicht und ich bemühte mich – ehrlicherweise – auch nicht besonders. Ich genoss es einfach.

Vermied trotzdem das Bedanken

Ich unterdrückte den Impuls mich umzudrehen, um ihm zu zeigen, wie sehr mich sein Pfeiffen ermunterte und ich blickte auch nicht an mir hinunter, um mein inneres Bild mit der Realität abzugleichen. Nö, dieses Gefühl, als doch schon in die Jahre gekommene Frau attracktiv zu sein, genoss ich und nahm ich mit auf die Tour. Auch wenn ich mich nicht umdrehte, mein Lächeln muss er gefühlt haben und er darf es wieder tun. Das Pfeiffen und vermutlich werde ich wieder Lächeln.

Eure,

Paula

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