Rennrad fahren auf Gran Canaria: Sonne, Berge, Landschaft und Wind

Roque Aguayro auf Gran Canaria am Morgen

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Hallo, hier ist wieder Paula. Rennrad fahren auf Gran Canaria hat viele Vorteile, wie Wettergarantie, Wärme, Sonne, Berge, abwechslungsreiche Landschaften, einsame Straßen und wenige Nachteile, wie den Wind.

Bilder erscheinen im neuen Design

Heute schreibe ich mal nicht über meine Fahrten ansich, sondern über das Rennrad fahren generell auf Gran Canaria. Und ich habe die ganzen Tage versucht die Bilder zu verschönern. Ich hoffe, es gefällt euch so.

Einsame Straßen im Naturschutzgebiet Roque Aguayro im Osten von Gran Canaria.
Einsame Straßen im Naturschutzgebiet Roque Aguayro im Osten von Gran Canaria.

Wettergarantie auf Gran Canaria

In den letzten Jahren bin ich nie regelmäßig gefahren, weil meine Gesundheit nicht so mitspielte. Aber wenn sie mitspielte, sah es immer so aus. Das Wetter wurde besser und ich dachte, mensch, ich könnte doch mal wieder Rennrad fahren. Aber wenn ich fahren wollte, eine Tour geplant hatte, dann kam immer der ängstliche Blick zum Himmel. Bleibt es trocken, eher heiß oder warm, wie ist es im Schatten? Ich überlegte lange welche Kleidung ich anziehen sollte, damit es nicht zuviel und nicht zuwenig ist. Hier nun ist es völlig entspannt. Ich plane einfach eine Tour. Punkt. Die Kleidung habe ich nach der ersten Fahrt gefunden, wenn ich in der Gegend fahre, wie bis dato geschehen. Würde ich zum höchsten Berg, den Poco de las Nievas fahren oder mehr im Norden, würde ich mir eine Regenjacke einstecken. ABer ansonsten? Geniale Rennrad-Bedingungen.

Straßenschäden in den Bergen

Hier mache ich mir ganz andere Gedanken. Denn, wenn ich als norddeutsche Flachlandfahrerin in den Bergen fahre, habe ich schon Respekt, wenn es neben den Leitplanken steil hinunter geht. Und wenn dann die Straßen teilweise zum Tal hin absacken und deutliche Risse zu sehen sind, dann frage ich mich, ob diese Straßen wirklich regelmäßig abgefahren werden, um zu kontrollieren. Auf der anderen Seite fahren hier Pkws und Lkws. Also wenn die Straße diese Gewichte aushält, sollte es auch mit mir und meinem Rennrad klappen.

Risse im Asphalt in den Bergstraßen im Osten von Gran Canaria.
Risse im Asphalt in den Bergstraßen im Osten von Gran Canaria.

Krafttraining optimiert Rennrad fahren

Seit eineinhalb Jahren mache ich Krafttraining mit meinem Körper, also ohne Gewichte. So baue ich meine Muskulatur im ganzen Körper auf und fühle mich viel wohler in meiner Haut. Was ich nicht erwartet hätte, ist, dass mir meine Muskeln im Oberkörper und den Armen beim Rennrad fahren helfen. Da sieht man wieder wie wichtig das Ganzkörpertraining ist! Es bringt Spaß zu sehen, wie der Körper immer fitter wird und auch bei Anstiegen oder bei Seitenwind zulegen kann.

Seitenwind wird wann gefährlich?

Und wo ich beim Thema Seitenwind bin. In den Bergen ist ja normalerweise wenig Wind, allerdings ändert sich das, wenn es weiter nach Norden geht. Zum Beispiel bei Agüimes war der Wind deutlich zu spüren. Da gilt es natürlich doppelt sich zu konzentrieren. Egal, ob in den Bergen oder auch bei den Abstiegen. Denn, wenn ich mit 50 km/h einen Berg hinab fahre und mich der Seitenwind schlängellinien fahren lässt, frage ich mich, ob es sich ankündigen würde, wenn der Wind Geschwindigkeiten annimmt, die mir mein Rad unter mir wegziehen. Denn Bekanntschaft mit dem Asphalt muss ich nicht unbedingt machen, zumindest nicht auf diese Art und Weise.

Felsbrocken von oben

Apropos Gefahren beim Rennrad fahren. Als ich das Schild „Vorsicht fallende Steinbrocken“ sah und dann sah, wo ich durchfahren sollte, fragte ich mich, inwieweit mich mein Radhelm bei einem herabstürzenden Felsbrocken schützen wird. Als ich mittig durch die Felsen fuhr, fragte ich mich, was besser ist: Vom Felsbrocken erschlagen oder vom entgegenkommenden Auto überfahren. Ich entschied mich für das Auto und fuhr weiter mittig hindurch. 🙂

Vorsicht vor fallenden Steinbrocken im Roque Aguayro auf Gran Canaria.

Grundlagenausdauer auch in den Bergen

Anfangs frage ich mich, wie ich mein Grundlagenausdauertraining absolvieren kann. Grundlagenausdauer bedeutet, dass ich mit niedrigem Puls bei möglichst hoher Trittfrequenz fahre. Aber nach den ersten Fahrten kann ich sagen, dass ich dieses Training natürlich mit Rückenwind auf der Küstenstraße absolvieren kann, aber auch wenn ich in die Berge fahre, kann ich so langsam fahren, dass ich im niedrigen Herzfrequenbereich bleibe. Da passt es zwar dann nicht mit der hohen Trittfrequenz, aber ich denke, mit ein bisschen Übung werde ich auch diese Trainingsform hier auf der Insel absolvieren können. Bin also positiv überrascht, dass ich hier trotz vieler Berge ein normales Rennradtraining mit allen Komponenten absolvieren kann.

Die einzige Frage, die jetzt noch bleibt ist, muss man eine Pause einlegen? In Deutschland war diese automatisch im Winter, aber was ist, wenn das ganze JAhr über Frühjahr/Sommer ist? Ist es aus trainingstechnischer Sicht wichtig eine Pause einzulegen oder kann ich durchtrainieren? Wenn nicht, dann nutze ich meine Reisen nach Deutschland, als Trainingspausen.

Eure,

Paula

 

Meine Rennrad-Tour am Sonntag über Sardina nach Los Coralillos

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Hallo, hier ist wieder Paula. Sonntagstour mit meinem Rennrad durch die Berge von Gran Canaria und ich fühlte mich wie der King. Anstiege waren auch wieder stetig und gut zu fahren.

Dunkle Wolken lassen mich an der Tour zweifeln

Hinter Sardina Richtung Landesinnere taucht dieser  Roque Aguayro im Osten von Gran Canaria auf. Foto: gran-canaria-blog.de
Hinter Sardina Richtung Landesinnere taucht dieser Roque Aguayro im Osten von Gran Canaria auf.

Ich war mir nicht sicher, ob ich heute schon wieder eine Tour mit dem Rennrad fahren sollte oder ob ich einfach mit dem Mountainbike ein paar Runden ums Haus fahre, um die Beine zu lockern. Ein Blick zum Himmel deutete daraufhin, heute keine Tour zu fahren. Dunkle, dicke Wolken am Himmel, die die Sonne verbergen. Da ich trotzdem Lust hatte, horchte ich in mich hinein bzw. in meine Beine und die waren heiß auf den Ritt. Nun denn, ich verschob  den Start und machte mich langsam fertig.

Kleine Steigerung nach den letzten beiden Touren

Die heutige Rennrad-Tour sollte eine kleine Steigung zur letzten (ersten) Bergtour darstellen. 6 km und 100 hm mehr. Sollte ich es nicht schaffen, konnte ich jederzeit umdrehen und runterrollen. So beruhigte ich mich, da ich erstaunt war, dass meine Beine sich so gar nicht zu Wort meldeten. Auf die Tour war ich gespannt. Es war ein anderes Gebiet und ich freute mich auf neue Eindrücke. Meine Kamera war natürlich dabei. Frühstück ließ ich sausen, weil ich damit zu spät losgekommen wäre und die Hitze in den Bergen ist schon enorm. Dort weht kaum Wind und dann prallt die Sonne gnadenlos auf mich nieder.

Beim Start lacht die Sonne mit mir

Mitten im Barranquillo de Sardina wächst diese grüne Oase im Osten von Gran Canaria. Foto: gran-canaria-blog.de
Mitten im Barranquillo de Sardina wächst diese grüne Oase im Osten von Gran Canaria.

Pünktlich zum Start um 9:15 Uhr kam die Sonne heraus und es wurde schön. Na, wer sagt es denn. Diese Tour führte erst nach Vecindario, was ideal war um sich einzurollen. Nach 9 km führte die Tour Richtung Landesinnere und Richtung Sardina. Bis hierhin war es noch recht flach, allerdings spürte ich meine Beine. Da ausgerechnet jetzt wunderschöne Motive auftauchen, schoss ich ein paar Fotos und erholte mich etwas. Es ging weiter und der Anblick die Straße hoch, ließ mich doch an meiner Streckenplanung zweifeln. Es schien als ginge es stetig bergan und das nicht zu knapp.

Respekt vor dem Anstieg

Nachdem ich mir sagte, dass ich auch mit 5 km/h diesen Anstiege fahren kann und wenn alle Stricke reißen, rolle ich wieder runter, ging es los. Ich versuchte nicht zu oft nach oben zu schauen, sondern auf den Asphalt. So konzentrierte ich mich auf mich und meinen Puls. Denn egal, wie steil der Anstieg sein sollte, ich wollte den Puls im Grundlagenausdauerbereich halten. Bei 6 km/h fragte ich mich, wie langsam ich wohl fahren könnte. Allerdings wurde das nicht heute getestet. Der Anstieg sah schlimmer aus, als er war und er verlor mit jedem weiteren gefahrenen Meter mehr seinen Schrecken.

Angsteinflößender Anstieg war nicht meiner

Allerdings war ich mir nicht sicher, ob ich diesen Anstieg bis zum Schluss schaffte. Denn es sah enorm steil aus, zumal von Weitem arg abenteuerlich gebaut. Mein Herz hüpfte vor Freude, als ich sah, dass ich diesen Wahnsinnsanstieg nicht fahren musste. Meine Tour führte mich nach rechts und ging erstmal bergab. Was in den Bergen erst für Erholung und dann schwere Beine sorgt, wenn es wieder bergauf ging. Als ich an diesem Punkt erneut Fotos schoss, fuhren die ersten Rennradfahrer an mir vorbei und es sollten weitere folgen.

Weitere 5 km in den Bergen

Bevor ich weiterfuhr checkte ich, wie es mit meinem Trinken aussieht. Aber ich hatte noch eine Trinkflasche und bereits 15 km hinter mich gebracht. Von den restlichen 15 km führten 10 km bergab, also blieben 750 ml für die nächsten 5 km. Das sollte reichen und los ging es. Ein rasanter Abstieg belohnte mich für die Mühen und die anschließenden Anstiege waren alle nicht mehr furcheinflössend. Also konnte ich die Strecke in den Bergen, die mich um den Roque Aguayro führte, genießen. Pures Erlebnis. Berge,Täler, Einsamkeit, Wärme, Sonne, blauer Himmel – herrlich.

Plötzlich fiel es 100 Meter neben mir ab

Abfallende Hänge beim Roque Aguayro im Osten von Gran Canaria. Foto: gran-canaria-blog.de
Abfallende Hänge beim Roque Aguayro im Osten von Gran Canaria.

Der zweite Abstieg erhöhte meinen Adrelinspiegel schlagartig. Denn gefühlt fuhr ich Richtung Abgrund bevor die Straße nach links abbog. Puh, da musste ich sofort Fotos machen. Allerdings sieht es auf den Fotos eher schön und entspannt aus. Nach ein paar Sekunden hatte ich mich an den Anblick gewöhnt und fuhr voller Freude weiter. Als ich wieder am Anstieg war sah ich, dass hinter mir zwei Rennradfahrer gerade abwärts fuhren. Gespannt war ich, wie schnell sie mich einholen würden. Die anderen Fahrer, die ich sah, fuhren alle so schnell und dynamisch an mir vorbei, dass es nicht lange dauern konnte.

Süchtig nach Bergtouren

Weitere Ab- und Anstiege ließen mich endgültig von den Bergtouren schwärmen. Ich wusste, dass es nun mit mir vorbei war. Ohne Berge würde ich wohl kaum noch eine Tour fahren. Wie herrlich, interessant und abwechslungsreich sind diese Touren. Toll! Bei jedem Anstieg blickte ich zurück und sah, dass die beiden nicht näher kamen. Das wunderte mich insofern, da ich bei jedem Anstieg peinlichst genau auf meinen Puls achtete. Aber das gab mir einen zusätzlichen Kick!

Trinken beim Abstieg – fataler Gedanke

Die Sonne brannte mittlerweile herunter und ich versuchte regelmäßig zu trinken. Was allerdings bergan bei 7 km/h recht schwierig ist, wenn ich doch alle Hände brauche, um den Aufstieg zu schaffen. Deshalb dachte ich, mensch, trink doch, wenn du bergab fährst. Gute Idee und gleich beim nächsten Abstieg in die Tat umgesetzt. Aber nur kurz, denn ich fuhr die Abstiege mit rund 40 km/h hinunter und als ich so mit der rechten Hand trank und die linke Hand an der Bremse ruhte, dachte ich so, wenn ich nun bremsen muss, dann mache ich einen Abflug. Denn einhändig sollte keiner Bremsen, schon gar nicht bei meiner Geschwindigkeit und im Berg. So schnell hatte ich meine Trinkflasche noch nie wieder zurück gepackt.

Kurzzeitig gemeinsam

Schon waren die 5 km in den Bergen vorbei und ich bog rechts ab, um die 10 km wieder hinunter zu rollen. Meine Geschwindigkeiten erhöhten sich Richtung 50 km/h und achtete peinlich darauf, wenn Geschwindigkeitsbegrenzungen am Straßenrand standen. Was für Autos galt, sollte ich nicht übersehen. Plötzlich tauchte ein Auto vor mir auf und ich musste doch tatsächlich abbremsen für ein Auto?! Das fuhr auch danach langsamer als ich es getan hätte. Das fand ich nicht lustig und schon war ein anderer Rennradfahrer neben mir. Wir grüßten nett und als das Auto abbog, konnten wir wieder beschleunigen. Ich fuhr hinter ihm her und konnte sehen, wie der seitlich aufkommende Wind uns in Schlängellinien fahren ließ. Je näher wir der Küste kamen und in die Ebene, umso stärker wurde der Wind. Als er bald langsamer fuhr und sich umblickte sah ich, dass das die beiden Fahrer waren und wohl einer recht langsam fuhr, sodass der andere auf ihn wartete. Ich überholte den ersten Fahrer und fuhr alleine weiter. Es ging nur noch bergab und nach Hause, das schaffte ich ohne Begleitung.

Unten am Meer wieder angekommen freute ich mich, dass ich heute die Tour gestartete hatte und, dass ich trotz Berge im Grundlagenausdauerbereich blieb. Das machte mich dann doch stolz.

Eure,

Paula

 

 

 

Rennrad-Tour zu Free-Motion in Playa de Inglés im Süden von Gran Canaria

Auf Gran Canaria gibt es eine Vielzahl von Blumen und Pflanzen mit roten Blüten, was einen schönen Kontrast darstellen.

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Hallo, hier ist wieder Paula. Rennrad-Tour in den Süden von Gran Canaria, nach Playa del Inglés. Werkstatt- und Shopbesuch bei free-motion, was bis auf Weiteres mein Ansprechpartner wird.

Rennrad-Tour in den Süden von Gran Canaria

Rennrad-Fahrerin bei der jeder Autofahrer auf Gran Canaria aufmerksam wird.
Rennrad-Fahrerin bei der jeder Autofahrer auf Gran Canaria aufmerksam wird.

Heute startete ich besser vorbereitet auf meine zweite Rennrad-Tour. Es sollte zur Werkstatt von free-motion in den Süden von Gran Canaria gehen. Dort hatte ich vereinbart, dass meine Kurbel nachgezogen wird, damit ich weiterhin die Berge hochfahren kann. Es wartete eine gute 50 km lange Tour auf mich, die auf dem Hinweg sicherlich ein Zuckerschlecken sein würde (Rückenwind) und der Rückweg eine Qual. Also richtete ich mich auf viele Stunden Fahrt ein, da ich viele Pausen einkalkulierte.

Taschen im Trikot prall gefüllt

Dieses Mal nahm ich zusätzlich zu meinem Fotoapparat noch mein Smartphone mit, um es aufladen zu lassen. Mein Guthaben war leider nach 1 Woche aufgebraucht, was mir ein Rätsel ist, aber gut. Dem werde ich ein anderes mal nachspüren. Heute galt es Guthaben aufzuladen, damit ich wieder erreichbar bin und erreichen kann. Auch nahm ich Geld mit, weil ich eine eventuelle Pause im Süden überbrücken konnte. Konnte nicht einschätzen, wie gut ich heute unterwegs war, da ich vor zwei Tagen meine Bergtour hinter mir ließ.

Rückenwind ist herrlich

Die Fahrt führt an der Küste entlang, sodass das Meer auf Gran Canaria immer im Blick ist.
Die Fahrt führt an der Küste entlang, sodass das Meer auf Gran Canaria immer im Blick ist.

Der Anfang des Weges war ein Genuss. Rückenwind und eine gute Geschwindigkeit ohne treten zu müssen. So konnte es bleiben. Allerdings hoffte ich, dass es in ein paar Stunden anders ist und der Wind nachlässt. Ich begegnete wieder ein paar Rennradfahrern, die komischerweise mir immer entgegen kommen. Bis dato hatte mich keiner überholt, und dass ich so schnell fuhr, dass es keiner schaffen würde, kann ich ausschließen. Also war die Planung der anderen Fahrer eine andere. Vermutlich würde ich diese Besonderheiten mit der Zeit herausbekommen.

Rückweg bei starkem Gegenwind

Allerdings spürte ich, dass ich heute nicht die Ruhe hatte, bei guten Fotomotiven anzuhalten. Die Rückfahrt machte mir doch etwas Angst. Denn wer fährt schon gerne bei 50 km/h gegen den Wind? Außerdem ist es hier auf Gran Canaria (und auch sonst Spanien)  mit den Öffnungszeiten ja so eine Sache. Bis 12.30 Uhr und ab 16.30 Uhr geöffnet. Sollte ich da zu spät kommen, zu viele Aufträge in der Werkstatt sein, müsste ich eine Wartezeit von vier Stunden einrechnen. Dem wollte ich vorbeugen und zumindest hin ohne Stopp fahren.

Meer und Berge bei schönem Wetter

Bei der Küstenfahrt auf Gran Canaria kommt aber die Bergansicht nicht zu kurz.
Bei der Küstenfahrt auf Gran Canaria kommt aber die Bergansicht nicht zu kurz.

Die GC-500 führt entlang der Küste und es ist herrlich. Mit dem Wind im Rücken und dem Ausblick aufs Meer zur Linken und zu den Bergen zur Rechten kann eine Rennrad-Tour nicht schöner sein. Die 25 km fuhr ich in erstaunlichen 1 h 15 min, obwohl ich im unteren Pulsbereich fuhr. Das hatte was. So hatte ich hoffentlich auch nicht zu viele Körner liegen lassen, um den Rückweg zu stemmen.

Werkstatt und Shop von free-motion

Den Shop und die Werkstatt fand ich auf Anhieb, meinem Navi sei Dank. Da das NAchziehen meiner Kurbel schnell erledigt war, wurde ich sofort mit meinem Rad vorgezogen. Bei der Gelegenheit fragte ich nach den Tricks und Tipps, wenn ich meine Gangschaltung einstellen möchte. Denn seit ich auf Gran Canaria war, schien sie nicht ordentlich eingestellt. Der Mechaniker erzählte mir, dass ein Teil verbogen war, was oft vorkommt, wenn das Rad im Fahrradkoffer transportiert wird. Er zeigte mir einen Plastik-Abstandhalter, den sie verwenden. Das werde ich mir für die nächste Reise merken.

Transportschäden korrigiert

Dieses Tier ist allgegenwärtig auf Gran Canaria, aber heute hatte ich dafür keinen Blick.
Dieses Tier ist allgegenwärtig auf Gran Canaria, aber heute hatte ich dafür keinen Blick.

Er bog dieses Teil auch wieder etwas zurecht, sodass das Geräusch weg war. Er riet mir allerdings, dass ich dieses Teil schon mal bestellen sollte, da dass die Sollbruchstelle beim Rahmen ist. Auf meine Nachfrage hieß es, dass ich das in Deutschland bestellen sollte. Denn hier gibt es keinen Look-Händler und die Kanaren würden sich in Sachen Rennrad und Look nicht so gut auskennen. Hm, mein Problem war, wie erkläre ich per Mail, welches Teil ich benötige? Aber das schob ich erstmal beiseite. Da musste mir noch was einfallen.

Im Shop von free-motion schaute ich mich um und entdeckte, dass ich hier alles bekommen würde, wenn Not am Mann war. Heute kaufte ich mir eine Karte für den Süden, die von der Beschaffenheit extra für Touren geeignet war. Da ich für meinen Garmin keine Spanienkarte besitze, zeigt es mir nur meine geplante Tour an, aber keine Sonstigen Straßen. Da würde mir diese Karte sicherlich behilflich sein.

Gegenwind versteckte sich anfangs

Der Nachteil beim Rennrad fahren ist, dass man weiße Füße und Hände bekommt.
Der Nachteil beim Rennrad fahren ist, dass man weiße Füße und Hände bekommt.

Nun, stand die Rückfahrt an. Und was soll ich sagen? Die ersten 15 km ging es ohne Gegenwind. Keine Ahnung, wo der in der Zeit war, aber ich war wirklich froh. Die letzten 10 km hatten es in sich. Manche Böen hoben mich fast an und ich überlegte, ob schon mal jemand samt Rad eine Rolle rückwärts beim Fahren machte. Mich hatte letztens jemand gefragt, ob das Tattoowieren weh tun würde. Also, wenn mir diese Böen entgegenschlugen und mir den mitgeführten Sand gegen meine Haut schlug, waren dieses Schmerzen größer als das Tattoowieren. Eindeutig.

Bei starken Böen blieb ich fast stehen

Ich wunderte mich bei diesem Gegenwind auch nicht, dass ich im kleinsten Gang fuhr und manchmal nicht schneller als 7 km/h. Kamen die Böen seitlich musste ich aufpassen, dass ich nicht zu weit von meiner Spur abgetragen wurde. Immerhin fuhr ich nicht alleine und die Autos würden sich bedanken, wenn ich plötzlich mitten auf der Straße fuhr. Aber ich stellte mich auf alles ein und war auf alles vorbereitet. Die Rückfahrt zog sich, aber ich war doch erstaunlich schnell wieder zu Hause. Hätte nicht gedacht, dass ich unter zwei Stunden bleiben würde. Auch zurück fuhr ich im mittleren Pulsbereich, was mir gefiel. Immerhin bin ich noch bei der Ausdauer und da war es wichtig im unteren Pulsbereich zu fahren. Eingehalten und glücklich nach der Fahrt habe ich dann erstmal 20 Stunden geschlafen. Lediglich unterbrochen, um dem Körper seine Nährstoffe in Form von Essen zuzuführen.

Eure,

Paula

25. vuelta cicloturista Gran Canaria – Costa Mogan ist veröffentlicht

Anstieg in die Berge in der Nähe von Agüimes, Gran Canaria. Foto: Paula Petersen

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Hallo, hier ist wieder Paula. Die Etappen mit Datum der 25. Vuelta Cicloturista sind veröffentlicht worden. 5 Etappen, die es in sich haben und ein Zeitfahren zum Poco de las Nieves auf 1949 müNN.

Die Vuelta Cicloturista Gran Canaria – Costa Mogán ist veröffentlicht

Enge Kurven Los Coralillos - Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Enge Kurven Los Coralillos – Gran Canaria

Nachdem ich gestern schrieb, dass es dieses Etappenfahren hier auf Gran Canaria gibt, schaute ich gleich noch mal nach und sah, dass die Planung abgeschlossen ist. Die 25. Vuelta Cicloturista startet am 2. Dezember und endet am 7. Dezember mit der Schlussetappe. Am 6. Dezember kann, wer sich das zutraut, das Zeitfahren rauf zum höchsten Berg Gran Canarias fahren. Es ist der Poco de las Nieves und liegt auf 1949 müNN. Es soll Steigungen von 23% geben, weshalb das für mich ein Ruhetag ist. Die fünf Etappen haben eine Gesamtlänge von 342 km und eine Gesamtsteigung von 3.800 hm.

350 Rennradfahrer von fünf Kontinenten

Anstieg in die Berge in der Nähe von Agüimes, Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Anstieg in die Berge in der Nähe von Agüimes, Gran Canaria.

Ich las, dass 350 Rennradfahrer an diesem Rennen teilnehmen. Das ist eine stolze Zahl, wie ich finde. Es ist eines der ältesten Radrennen in Europo und feiert in diesem Jahr sein 25. Jubiläum. Aber es ist kein Radrennen, in dem Sinne, sondern Radtouristenfahrten. Es gibt Verpflegungsstellen, keine Zeitnahme, Begleitfahrzeuge, Sanitäter. Im Grunde genommen sind sind das fünf RTFs (Radtourenfahrten). Nur im Dezember bei schönem Wetter und in einer atemberaubenden Gegend. Die einzige Ausnahme ist das Zeitfahren zum Poco de las Nieves hoch. Da wird die Strecke auf Zeit hoch gejagt, wenn man das bei Steigungen von bis zu 23% sagen kann.

Die fünf Etappen, der Vuelta Cicloturista teilen sich wie folgt auf:

  • Montag, den 2. Dezember 2013: 28 km, Start: 15.30 Uhr
  • Dienstag, den 3. Dezember 2013: 77 km, Start: 8.30 Uhr
  • Mittwoch, den 4. Dezember 2013: 71 km, Start: 8.30 Uhr
  • Donnerstag, den 5. Dezember 2013: 99 km, Start: 8.30 Uhr
  • Samstag, den 7. Dezember 2013: 67 km, Start: 8.30 Uhr

Frühe Startzeit führt zu logistischen Problemen

Herrliche Landschaft bei Carrizal - Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Herrliche Landschaft bei Carrizal – Gran Canaria

Die Startzeit ist bei den langen und schwierigen Etappen mit 8.30 Uhr morgens sehr gut gewählt. Nur gibt es für mich ein Problem. Denn die Etappen starten alle von Puerto de Mogán. Das liegt ca. 60 km von Arinaga entfernt. Ein Bus wird für die Strecke mindestens 45 bis 60 Minuten benötigen. Dann sollte ich etwas eher dort sein, damit ich nicht an letzter Stelle starte. Die Frage wird sein, wie ich um diese Zeit mit meinem Rennrad nach Puerto Mogán komme.

Kosten der Vuelta Cicloturista sind gestaffelt

Die Kosten für diese fünf Etappen sind gestaffelt. 155€ zahlt, wer sich bis zum 15.08. anmeldet, 175 € zahlt, wer sich bis zum 15.10. anmeldet und wer sich bis zum 30.11. anmeldet, zahlt 205 €. Die Preise sind höher als bei normalen Radtourenfahrten, wie ich es aus Deutschland kenne. Dort zahlte ich 8 Euro für eine Fahrt. Hier sind es, wenn ich früh zahle, 31 Euro pro Fahrt. Dafür bekomme ich fünf Fahrten durch atemberaubende Landschaften, die ich mit 350 anderen Rennradfahrern abfahre, erhalte zudem ein Trikot, kostenlose Verpflegung und Fotos.

Finanzierer und Unterstützer

Vielleicht finde ich in der Zeit jemanden, der bei mir übernachtet und mir so die Kosten für diese Fahrt finanziert. Auf alle Fälle werde ich mir die Touren mal genauer ansehen, wenn ich hier in meiner Gegend die Kondition aufbauen konnte. Dann kann ich gleich mal testen, wie die Verbindungen nach Mogán von Arinaga sind und was ich beachten müsste. Allerdings sollte ich mal nicht zu weit Voraus schauen, denn ich habe erst eine Fahrt in den Bergen in den Beinen und sollte die nächsten Wochen schauen, ob ich überhaupt in der Lage sein werde im Dezember in einer Woche fünf Etappen zu fahren.

Eure,

Paula

Schnupper-Rennrad-Tour in die Berge von Gran Canaria

gleichmäßige und sanfte Anstiege bei Agüimes. Foto: Paula Petersen

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Die Planung war fehlerhaft, da in La Banda der Weg im Schotter endete. Foto: Paula Petersen
Die Planung war fehlerhaft, da in La Banda der Weg im Schotter endete.

Hallo, hier ist wieder Paula. Endlich die erste Rennrad-Tour in die Berge auf Gran Canaria. Eine kleine, zum Schnuppern, aber vor Aufregung vergass ich meine komplette Vorbereitung.

Vorbereitung für die erste Rennrad-Tour

Endlich war die erste Ausfahrt da. Es ist soweit. Gestern Abend hatte ich das Rad überprüft, den Luftdruck optimiert und meine Fahrradkleidung bereit gelegt. Die Flaschen gefüllt, das Notfallpaket geschnürt und verstaut, die Kamera und etwas Geld eingepackt.

Auswahl und Planung der Rennrad-Tour mit gpsies.com

Die Tour hatte ich mit gpsies.com erstellt und für die Einstiegstour für geeignet befunden. Diese lud ich auf mein Garmin , sodass ich mich voll aufs Fahren und Staunen konzentrieren kann. Ich kalkuliere mit vielen Stopps, da ich viele Fotos schießen will. Noch ein letzter Blick auf die Strecke und es konnte nach meinem Frühstück losgehen.

Start verzögerte sich

Eigentlich wollte ich bereits spätestens 8.30 Uhr starten, weil es derzeit tagsüber 30 Grad Celsius warm wird und ich wollte niht in die Mittagssonne kommen. Für die 26 km mit zu erfahrenen Höhenmeter von ca. 500, kalkulierte ich gut zwei Stunden ein. Kannte die Strecke nicht und wollte Fotopausen einlegen.

Spaß pur, auch bei Gegenwind

Von Agüimes nach Los Coralillos liegt diese wunderbare Landschaft auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Von Agüimes nach Los Coralillos liegt diese wunderbare Landschaft auf Gran Canaria.

Um 9.30 Uhr machte ich mich auf die Strecke. Ich fühlte mich gut, obwohl ich auf den ersten paar hundert Meter mit reichlich Gegenwind begrüßt wurde. Die erste Strecke bis nach Montaña los Velez führt an einer großen Straße entlang, aber dann bog ich ab Richtung Berge.

Kondition muss aufgebaut werden

Ich bin fast ein Jahr nicht mehr gefahren und wollte mich einrollen und die Strecke bzw. die Berge und deren Beschaffenheit kennenlernen: Wie steil, wie kurvig, wie die Strassenbeschaffenheit, wie die Sonne, wie meine Kraft. Deshalb zwang ich mich zum Langsamfahren und Genießen.

Beim Abbiegen Richtung Berge stieg der Puls

gleichmäßige und sanfte Anstiege bei Agüimes. Foto: Paula Petersen
gleichmäßige und sanfte Anstiege bei Agüimes.

In Montanña los Velez bog ich ab und schon ging es bergauf. Hier spürte ich, dass ich lange nichts tat und mein Puls sofort nach oben schnellte. Der erste Anstieg. Ich fragte mich, ob meine neue Tretkurbel wirklich für die Berge taugt. Leider ging die Straße kurz nach dem Ort in einen Schotterweg über. Also drehen und die Alternative fahren.

Geplante Strecke führte zum Schotterweg

In La Banda hatte ich nun keinen Plan mehr, sondern sah auf meinem Garmin edge 800 nur, dass ich neben der geplanten Strecke fuhr. Ich verzichtete bis dato darauf mir eine Karte zu kaufen. Hoffe einfach, dass meine geplanten Strecken so gut sind, dass ich nach einer Karte fahren muss. Die Strecke hatte ich auch noch gut im Kopf, sodass ich ohne Probleme wieder meine Strecke fand.

Verhältnis Geschwindigkeit: Aufstieg zu Abstieg bei 1:5

Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg. Foto: Paula Petersen
Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg.

Dann sagte mir mein Navi erneut, dass ich von der Strecke abwich. Deshalb fuhr ich den Berg hoch bis zum nächsten Kreisel und wieder zurück. Das war dann auch das letzte Mal, dass ich falsch fuhr. An diesem STück, das ich versehentlich Richtung Ingenio fuhr, war der Unterschied vom Bergauffahren (10 km/h) und Bergabfahren (50 km/h) zu sehen.

Anstiege sind gleichmäßig und gemäßigt

Bis hierhin gab es ein paar Anstiege und bis hierhin waren es auch die einzigen Mal, dass ich aus dem Sattel ging. Danach wurden die Anstiege so bedächtig und gleichmäßig, dass sogar ich als Flachland-Fahrerin diese mit normalem Puls rauffuhr. Meine Oberschenkel machten sich immer mal wieder bemerkbar, aber dann reduzierte ich das Tempo und sie beruhigten sich wieder. Möchte sie ja nicht verstimmen, sondern dazu bringen in Zukunft 2-3 mal die Woche mit mir eine Tour zu unternehmen.

Ich vergaß die Sonnencreme

Schöne Aussicht von Carrizal auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Schöne Aussicht von Carrizal auf Gran Canaria.

Als ich von Carrizal nach El Carríon fuhr, war es wie im Traum. Eine einsame, aber sehr gut zu befahrene Straße, atemberaubende Landschaft und schönes Wetter. Allerdings spürte ich meine Haut, die der Sonne ausgesetzt war, und mir fiel ein, dass ich vergessen hatte mich einzucremen. Auch vergaß ich die Sonnencreme einzupacken. Das werde ich hoffentlich nicht bitter bereuen.

180 ° Kurven verhindern die Geschwindigkeitsmitnahme

Die Straßen führten durch die Berge, es ging bergab und bergauf. Leider konnte ich den Schwung vom Bergabfahren selten nutzen, weil am Ende meist eine Haarnadelkurve folgte. Umso langsamer ging es dann wieder bergauf. Aber allein mit der Natur war es herrlich zu fahren. Meine Kondition hielt gut mit, worauf ich aufbauen kann. Das wird noch was mit mir und den Bergen.

Die Sonne brennt mir auf meinen Pelz

Straßen führen entlang der Berghänge. Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Straßen führen entlang der Berghänge. Gran Canaria.

Die Sonne brannte nun stark herab. 30 Grad Celsius im Schatten sind halt 40 Grad Celsius in der Sonne, wenn nicht noch mehr. Da ich die Strecke nicht einschätzen konnte, traute ich mich nicht mit dem Wasser zu verschwenderisch umzugehen. Keine Autos, keine Hilfe.

Mehr Rennradfahrer als Autos unterwegs

Richtung Agüimes begegneten mir allerdings immer wieder andere Rennradfahrer. Die Berge gehörten uns allein. Autos begegneten mir lediglich, wenn ich mich Orten näherte. Aber es wurde gegenseitig Rücksicht genommen, sodass ich mich immer sicher fühlte.

In den Bergen gibt es Tierställe

Auf dem Weg roch ich auch, dass es auch auf Gran Canaria Ställe und den dazugehörigen Mist gibt. Ebenso sah ich riesige Paläste, die mit einem hohen Zaun, gefährlichen Hunden und einer Alarmanlage gesichert waren. Das Landesinnere hat auch etwas. Wenn dazu dann ein Haus mit Pool gehört, lässt es sich hier auch sehr schön leben.

Vor Aufregung die Stoppuhr vergessen

Leider bemerkte ich mittendrinnen, dass ich vergaß meine Stoppuhr zu starten. Deshalb habe ich keine komplette Auswertung. Aber eines weiß ich, das war nicht meine letzte Fahrt. ich werde die ersten Touren in die Berge schön langsam fahren, um mich fit zu fahren. Die nächste Fahrt geht aber erstmal nach Playa Inglés zu free-motion.net. Dort schauen sie nach meiner Kurbel. Auch sind Sie Ausrichter für die 25. VUELTA CICLOTURISTA GRAN CANARIA COSTA MOGÁN im Dezember, an der ich gerne mitfahren würde.

Die Berge machen mir keine Angst mehr

ich bin total begeistert und euphorisiert. Hatte ich doch heiden Respekt vor den Bergen, aber die habe ich mir heute zum Großteil genommen. Natürlich war ich nur auf einer Höhe von 300 Metern, aber ich merkte, dass das andere mit Training zu schaffen ist. Die Erleichterung lässt mich schweben.

Eure,

Paula

PWA Worldcup 2013 in Pozo Izquierdo auf Gran Canaria vom Calima überschattet

Von diesem Restaurant hat der Besucher einen schönen windstillen Blick zum Geschehen in Pozo Izquierdo auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen

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Hinweisschilder zu Pozo Izquierdo auf Gran Canaria, dem Windsurf Paradies. Foto: Paula Petersen
Hinweisschilder zu Pozo Izquierdo auf Gran Canaria, dem Windsurf Paradies.

Hallo, hier ist wieder Paula. PWA Worldcup 2013 konnte nicht stattfinden, aber dafür durfte ich mit Leon Jamaer sprechen und ihm meine unwissenden Fragen stellen, die er freundlich und ruhig beantwortete.

Endlich Wind in Pozo Izquierdo

Nachdem der Wind etwas auffrischte und mich die Mücken sogar eine Nacht in Ruhe ließen, fuhr ich mit meinem Picknickkorb nach Pozo Izquierdo. Luftlinie wohl 3 km, aber ich musste ca. 9 km fahren. Erst ging es Richtung Landesinnere, über Vecindario wieder runter ans Meer. Auf dem Weg runter zum Meer wehte der Wind jeden Meter mehr und ich strampelte bergab gegen ihn an. Ich hoffe oder ich ging davon aus, dass das reichen würde und freute mich auf den ersten Worldcup, den ich sehen würde. Im Internet sah ich bereits ein paar Videos von Weltmeistern und war erstaunt, was man alles mit diesen Brettern anstellen konnte.

Erstaunt über das professionelle Ambiente

Tribüne, Vergnügugnszelt, Ansagen, Live TV beim PWA Worldcup 2013 in Pozo Izquierdo auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Tribüne, Vergnügugnszelt, Ansagen, Live TV beim PWA Worldcup 2013 in Pozo Izquierdo auf Gran Canaria.

Doch dort angekommen war kaum jemand auf dem Wasser. Deshalb schaute ich mich um. Es gab extra Tribünen für die Zuschauer, die wohl zahlreich kamen, wenn genügend Wind blies. Es gab ein Restaurant, von welchem man windgeschützt hinter Glas die Teilnehmer und Surfer beobachten konnte. Es gab einen kuschligen Bereich für die wartenden Teilnehmerinnen, die von ihrem Platz einen schönen Blick auf das Geschehen hatten. Dann war da noch das Zelt, in welchem das Liveprogramm übertragen wurde, wenn es eines gab. Dort gab es auch das Essen und Trinken, sowie die Siegerehrungen. Es war alles da.

Turnierplan PWA Worldcup 2013 Gran Canaria leer

Leon Jamer beim PWA Worldcup 2013 in Pozo Izquierdo auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Leon Jamer beim PWA Worldcup 2013 in Pozo Izquierdo auf Gran Canaria.

Ich blickte auf den Turnierplan vom Wind and Waves Festival und sah, dass die Surfer ihre Plätze noch nicht ausgefahren hatten. Da ich davon ausging, dass der Wind und die Wellen reichten, setzte ich mich an den Rand. Irgendwann sah ich, wie sich ein paar Surfer in meine Richtung begaben und wohl ein Interview vorbereiteten. Einer setzte sich fast neben mich. Ihn fragte ich, wie es denn aussähe mit dem Wettbewerb. Nach dem ich mich als Nichtwissende outete antwortete er mir sehr geduldig meine Fragen. Der Calima schwächt den Wind und auch dieser – für mich – stark wehende Wind reicht bei weitem nicht aus. Bei diesen Verhältnissen könnte kein Wettbewerb stattfinden. Es wurde auf morgen, Sonntag verschoben. Das war der letzte Wettbewerbstag. Mir taten die armen Surfer echt leid!

Gespräch mit Leon Jamaer

Leon Jamaer aus Kiel kurz vorm Surfen in Pozo Izquierdo auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Leon Jamaer aus Kiel kurz vorm Surfen in Pozo Izquierdo auf Gran Canaria.

Diesen netten jungen Mann, der so richtig durchtrainiert war und mit seinen Muskeln so richtig schick aussah, fragte ich, ob er der Deutsche wäre, der in Vargas leben würde. Daraufhin verneinte er und ich hatte ein schlechtes Gewissen. Denn der, der in Vargas wohnt ist der amtierende Weltmeister, der dreimal in Folge diesen Wettbewerb in Pozo Izquierdo gewann. Da hatte ich mir mit meiner unwissenden Frage sicher keinen neuen Freund gemacht. Deshalb recherchierte ich und erfuhr, dass ich mit Leon Jamaer sprach. Er ist ein junger aufstrebender Kronprinz, wie er unter den Fachleuten genannt wird. Umso erstaunlicher wie nett und freundlich er mir meine unwissenden Fragen beantwortete. Auf seinem Blog erfahrt ihr mehr über ihn.

Hautnah durfte ich anschließend miterleben, wie sie trotz Absage gut drauf waren. Sie spielten einen Wettbewerb aus, bei dem jeder auf Zeit sein Board auftakeln sollte. Leon Jamaer schien dabei nicht an erster Stelle zu stehen. Aber seinen Weg werde ich ab sofort verfolgen. Habe etwas gut zu machen.

Eure,

Paula

Kapitulation vor spanischen Mücken – Waffenstillstand bleibt aus

Beim Calima und starker Hitze hilft nur das angenehm temperierte Meer auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen

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Hallo, hier ist wieder Paula. Mücken im Sommer. Meinen Kampf gegen die spanischen Mücken habe ich aufgegeben. Meine  Lösung ist eher suboptimal, aber so komme ich zum Schlafen.

Mücken mögen keinen Wind

Tote Mücke in meiner Hand. So sieht es aus, wenn man mich unterschätzt. Foto: Paula Petersen
Tote Mücke in meiner Hand. So sieht es aus, wenn man mich unterschätzt.

Sonst wohnte ich in Montaña los Velez. Dieser Ort liegt ca. 3 km vom Meer entfernt und liegt ebenso im Osten. Sprich, es gibt Wind. Anscheinend zu viel Wind für die Mücken, denn erfreulicherweise hatte ich keine Probleme mit Mücken bzw. deren Stichen. Verstand den Zusammenhang zwar nicht von Mücken und Wind, aber mir war es sehr recht. Bin ich doch eine, die diese Insekten anzuziehen scheint.

In Arinaga trainiert der Wind die Mücken

Arinaga, wo ich jetzt wohne, hat einen Tick mehr Wind und ich freute mich, dass es hier mit der Mückenabstinenz weiter gehen würde. Aber weit gefehlt. Hier gibt es Mücken. Nun gut, ein paar Mücken hatte ich selbst in Berlin im 4. OG. Denn anscheinend mögen Mücken nicht nur keinen Wind, sondern auch keine Höhe. Höhenangst? Egal, ich hatte kaum welche, und wenn, dann ging ich mit meiner Fliegenklatsche durch die Wohnung und erledigte das. Mit der Zeit bekam ich einen Blick für die Fluchtorte.

Spanische Mücken sind geschickter

Sobald es auf Gran Canaria Calima heißt, sind die Berge verschwunden. Der Sand schluckt die Sicht. Foto: Paula Petersen
Sobald es auf Gran Canaria Calima heißt, sind die Berge verschwunden. Der Sand schluckt die Sicht.

Nun sind aber deutsche und spanische Mücken unterschiedlich. Sie sprechen nciht nur eine andere Sprache, nein, sie haben ein komplett anderes Verhalten. Vermutlich leben in Arinaga Mücken, die winderprobt sind und deshalb beim Fliegen viel geschickter sind. Sah ich meine deutschen Mücken immer davonfliegen, höre ich die spanischen Mücken nur. Sollte ich mal einen Blick auf sie erhaschen, kann ich mich glücklich schätzen, aber ein Wimpernschlag später suche ich an einer Stelle, an der die Mücke seit „stunden“ nicht mehr ist. Gut, dass Mücken leise lachen.

Merkwürdiges Verhalten der Mücken

Was ich mich immer fragte, ist, warum Mücken ihre Stiche „androhen“ müssen. Reicht es nicht, sich auf leisen Sohlen anschleichen, zustechen und davonfliegen? Nein, es reicht nicht. Die spanischen Mücken haben zudem noch Megafone mit denen sie ihre Ankunft ankündigen. Aber auch nur so lange, bis ich wach bin und nach ihnen Ausschau halte. Dann sind sie weg und still. Bis … ja bis ich mich wieder hinlegte und das Licht ausschaltete. Sie wollen mich zermürben, dabei könnten sie es viel einfacher haben.

Mit der Fliegenklatsche durch die Wohnung

Beim Calima und starker Hitze hilft nur das angenehm temperierte Meer auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Beim Calima und starker Hitze hilft nur das angenehm temperierte Meer auf Gran Canaria.

Aber es gibt ja Möglichkeiten. Also ging ich anfangs mit Fliegenklatsche durch die Wohnung. Aber im Gegensatz zu den deutschen Mücken finden die hiesigen feste Zufluchtsorte doof. Auch setzen sie sich nicht auf helle Flächen. Sie sind einfach weg. Verschwunden. Ich sollte Kameras aufstellen, vermutlich fliegen sie leise hinter mir her und bilden eine Schlange. Und wenn ich mich drehe, drehen sie sich mit, sodass ich nie welche sehe. Also musste ein anderes Mittel her.

Mückenspray mit bestialischem Gestank

Die Fenster eignen sich nicht für Fliegennetze, weshalb ich zum ersten Mal zu diesem Mückenspray griff. Ja, daran ist meine Verzweiflung zweifellos zu erkennen. Ich also ins Schlafzimmer und dieses Gift verstreut. Es stank bestialisch, weshalb ich schnell aus dem Raum ging. Aber spanische Mücken können unendlich lange die Luft anhalten. Atmen sie überhaupt? Denn sie warteten einfach bis ich nach Stunden das Fenster öffnete, um in diesem Zimmer schlafen zu können. Sofort kamen sie aus ihrem Versteck und zeigten mir sehr deutlich, dass sie noch am Leben sind.

Nach Kapitulation komme ich zum Schlafen

Ich war nun sehr ratlos, denn dieses Jagen und in die Händeklatschen (wie blöd meine Fehlversuche wohl aussehen) hat mir kaum eine ruhige Nacht beschert. Und da mich am meisten der Ton der Ankündigung „ich komme“ stört, habe ich nun Oropax im Ohr. Das ist meine Kapitulation, aber so komme ich wenigstens zum Schlafen. Morgens wache ich entsprechend auf. Mal mit einer dicken Lippe, mal mit einem dicken Auge oder diversen juckenden Stellen am Körper. Aber ich kann schlafen. Immerhin.

Wer eine Lösung für mich hat, bei der ich nicht meine Gesundheit zerstöre und die Nervensägen verjagen kann, nur her damit. Ich muss diese Mücken nicht töten, aber sie sollten mich in Ruhe lassen.

Eure,

Paula

Calima treibt mich zum Strand und streicht Pozo Izquierdo

Spanische Tortilla für das Picknick am Strand von Playa Cabrón auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen

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Hallo, hier ist wieder Paula. Leider ist heute wieder Calima, weshalb mein Ausflug nach Pozo Izquierdo zum PWA Worldcup 2013 ausfällt, heute ist wieder Calima, weshalb mein Ausflug zum Meer erfolgt.

Calima legt den Worldcup weiter lahm

Schwimmbrille für das Meer vor Gran Canaria, um im Wasser die Fische zu entdecken. Foto: Paula Petersen
Schwimmbrille für das Meer, um im Wasser die Fische zu entdecken.

Die armen Windsurfer, hoffentlich nennt man die auch so und ich oute mich nicht als völlig ahnungslose. Da bereiten sie sich monatelang vor, um dann an einem wind- und wellensicheren Ort am Strand zu sitzen, weil kein Wind und keine Wellen existieren. Habe noch nichts heraus gefunden, wie es ist, ob das nach hinten geschoben wird oder alles an einem Tag stattfinden wird, so denn zumindest ein Tag die entsprechenden Wettervoraussetzungen bietet.

Alternative ist mein Lieblingsstrand

Badelatschen sind hier auf Gran Canaria für fast alle Situationen das richtige Schuhzeug. Foto: Paula Petersen
Badelatschen sind hier auf Gran Canaria für fast alle Situationen das richtige Schuhzeug.

Aber ich habe ja verschiedene Alternativen und heute entschied ich mich für den Strand. Den Strand Playa Cabrón in der Nähe von Arinag. Etwas abgelegen, etwas ruhiger, durch einen Felsvorsprung geschützt mit wenig Wellen und kaum Wind. Heute, dank Calima, ist ja windstille und deshalb wird das Meer wieder ruhig vor mir liegen. Das Wellenrauschen wird dadurch auch reduziert, aber heute freue ich mich aufs Schwimmen und Tauchen. Es gibt einen abgesperrten Bereich, der auf gute Schwimmbedinungen hinweist. Darüber hinaus werde ich nicht schwimmen, weil Gran Canaria berühmt und berüchtigt ist für die vielen Strömungen, die leider schon einige mit in die Tiefe rissen.

Ich packe meine Badesachen

Spanische Tortilla für das Picknick am Strand von Playa Cabrón auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Spanische Tortilla für das Picknick am Strand von Playa Cabrón auf Gran Canaria.

Meine Strandutensilien packte ich schnell ein, als klar war, dass es nicht nach Pozo Izquierdo geht. Die Tortilla gekocht und eingepackt, die Trinkflaschen gefüllt, sowie Badelatschen, Schwimmbrille und Badehose zurecht gelegt. Natürlich darf die Decke und das Handtuch nicht fehlen. Auch wenn ich einen Sandstrand vor einem Steinstrand bevorzuge, mag ich es nicht, wenn ich im Sand liege. Wenn ich mich eincreme und ich mir dabei ein Hautpeeling genehmige. Darauf kann ich verzichten, deshalb darf die Decke nicht fehlen.

Was am Strand nicht fehlen darf

Mein Cappi und meine Sonnenbrille dürfen auf Gran Canaria und in der Sonne nicht fehlen. Foto: Paula Petersen
Mein Cappi und meine Sonnenbrille dürfen auf Gran Canaria und in der Sonne nicht fehlen.

Ebenso packe ich mein Notizbuch ein, in dem ich auch Skizzen zeichne, wenn ich mal keine Lust auf ruhiges Sonnen habe. Dann zeichne ich die Menschen am Strand oder die Felsen im Wasser. Allerdings ist es für mich verdammt schwer Wasser und die Wellen zu zeichnen. Da werde ich noch lange und viel üben müssen, um vorzeigbare Ergebnisse produzieren zu können. Ansonsten liege ich auch gerne am Strand und beobachte die anderen Menschen. Schaue, wie sie miteinander umgehen, wie sie sich verhalten. Als Autorin ist das natürlich Arbeit! Als wer denkt, ich bin hier am Strand zum Vergnügen, der irrt gewaltig!

Schwimmen und Abkühlen im Meer

Mein Schwitzen wird sich heute in Grenzen halten, denn sobald die Sonne mich wieder erwärmt, werde ich eine Runde schwimmen gehen im ruhigen und sanften Meer. Zumal hier das Wasser einen von alleine trägt. Mit dem hohen Salzgehalt scheint es, als schwebe ich im Wasser. Was ich fast vergessen hätte mitzunehmen sind mein Cappi und meine Sonnenbrille. Die Sonne halte ich nicht lange aus, wenn ich meinen Kopf nicht bedecke. Mein Hirn hat wohl Angst vor Überhitzung oder so. Und meine Augen finden die Sonne hier einfach zu hell und grell. Da streikt sie, wenn ich nicht für Abdunklung sorge. Aber das mache ich doch gern!

Und wenn ich schwimme oder ans Schwimmen denke, danke ich meiner Freundin Ina, durch die ich meine Angst vorm Schwimmen verlor.

Eure,

Paula

 

Phänomen Calima und der PWA Worldcup 2013 (Wave) Gran Canaria

Bahía de Formas auf Gran Canaria, wenn es windstill ist, keine Wellen gibt und wenn der Sand die Sicht behindert. Foto: Paula Petersen

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Hallo, hier ist wieder Paula. Vom Calima wird erführchtig berichtet und nun erlebe ich ihn, zumindest in light Ausführung, und „neben mir“ startet PWA Worldcup 2013 (Wave) in Pozo Izquierdo.

Beständiges Wetter auf Gran Canaria

 

Calima, Sand in der Luft und windstille auf Gran Canaria. Foto: Paula Petersen
Calima, Sand in der Luft und windstille auf Gran Canaria.

Auf Gran Canaria ist ja immer sehr beständiges Wetter. Im Sommer sind es im Durchschnitt 25 Grad und im Winter 22 Grad. Der Wind weht zwar verschiedenen an den verschiedenen Küsten, aber immer ziemlich gleich an derselben Stelle. Nachts geht das Thermometer nicht unter 16 Grad im Winter und 20 Grad im Sommer. Man könnte meinen, es wäre langweilig, wenn da nicht der Calima wäre.

Sandsturm Calima

Calima ist ein Sandsturm, der von der Sahara herüber weht. Dieser äußert sich durch eine andere Windrichtung. Weht der Passat von Nordost weht der Calima von Südost. Verfolgt man diese Richtung landet man in der Sahara. Also so ungefähr. Weht es aus Südost landen und starten die Flugzeuge sogar in entgegen gesetzte Richtungen. Der Start, der normalerweise Richtung Norden stattfindet, wird Richtung Süden durchgeführt. Die Landung entsprechend anders herum. Allerdings nur, wenn der Wind aus Südost stärker weht, was in diesen Tagen nicht der Fall ist.

Hitze und Staub aus der Sahara

Bahía de Formas auf Gran Canaria, wenn es windstill ist, keine Wellen gibt und wenn der Sand die Sicht behindert. Foto: Paula Petersen
Bahía de Formas auf Gran Canaria, wenn es windstill ist, keine Wellen gibt und wenn der Sand die Sicht behindert.

Der Calima findet gewöhnlich einmal im Jahr statt und bringt nicht nur Hitze, sondern auch Sahara-Staub. Der Himmel über Gran Canaria sieht aus, als liege die Insel im Nebel. Die Sicht auf die Berge ist genommen. Es liegt eine bedrückende Wärme und Atmosphäre über der Insel. Aber von Wind kann gar nicht gesprochen werden, denn für Gran Canarische Verhältnisse ist es windstill. Kein Palmenblatt bewegt sich, kein Windgeräusch, kein laues Lüftchen, welches für gewöhnlich die Temperaturen aushaltbar machen.

Alteingesessene sprechen von 50 Grad Celsius

Beim Calima können Temperaturen von 50 Grad erreicht werden und nachts kühlt es nicht unter 30 Grad ab. Die Luft brennt und ist gefüllt vom Saharasand. Hat sich der Calima verzogen bleibt eine dicke Sandschicht übrig, die auf den nächsten Regen wartet, um weggespült zu werden. Leider, in diesem Fall leider, kommt dieser eher selten und wenn, dann im Winter. 50 Grad wurden in den letzten Jahren aber gar nicht mehr erreicht, aber auch 30 oder 40 Grad reichen aus, wenn es nachts nicht mehr richtig abkühlt. Da dörrt man beim Schlafen aus.

PWA Worldcup 2013 Gran Canaria (Wave)

Pozo Izquierdo, das Windsurf-Paradies Nähe Vecindario auf Gran Canaria, aus der Ferne. Foto: Paula Petersen
Pozo Izquierdo, das Windsurf-Paradies Nähe Vecindario auf Gran Canaria, aus der Ferne.

Dieser Calima kommt sicher nie zur richtigen Zeit, aber dieses Jahr ist es schon sehr ungelegen. In Pozo Izquierdo (Nähe Vecindario) findet seit gestern bis Sonntag der PWA Worldcup 2013 statt. Es geht um die Weltmeisterschaft im Windsurfen. Bis vor wenigen Tagen gab es hier starken Passatwind, der im Norden von Gran Canaria eine Windgeschwindigkeit von ca. 30 km/h und im Osten von ca. 55 km/h erreicht. Dieser beständige Passatwind hat Pozo Izquierdo zum Windsurf-Paradies schlecht hin gemacht. Immer guter, starker Wind, hohe Wellen, sodass hier gezaubert werden kann. Zumindest sehen die Tricks, die mit den Surfbrettern ausgeführt werden, für mich so aus.

Schlechte Wettkampfbedingungen für das Windsurfen

Und pünktlich zum Worldcup setzte der Calima mit windstille ein. Das Meer ist ruhig, wie ein See. Und ich meine nicht die Ost-See. Es gibt kaum Wellen, das Wasser ist klar, man kann den Boden bis weit ins Meer sehen. Der Wind kommt nicht aus Nordost und ist nicht stark, sondern er kommt aus Südost und ist lau. Zumindest für die Windsurfer, die hier um Weltcuppunkte und Meisterschaften kämpfen wollen. Deshalb fiel gestern der erste Tag bereits aus. Ohne Wind und Wellen kein Surfen. Heute sieht es auch nicht besser aus und ich bin gespannt, wie die Wettkampfleitung und die Veranstalter darauf reagieren werden.

Ich fahre heute trotzdem mal hin und hoffe auf ein paar Fotos, die ich euch dann hier einstellen werde. Und wenn nicht heute, dann hoffentlich dann die nächsten Tage. Bis Sonntag ist noch Zeit.

Eure,

Paula

 

Wetterwarnung gelb für Gran Canaria – es wird 30 Grad heiß

Zu sehen ist nichts als blau. Blauer Himmel, wohin ich auch schaue. Foto: Paula Petersen

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Die strahlende Sonne, die bei fehlenden Wolken die Temperaturen auf über 30 Grad ansteigen lässt. Foto: Paula Petersen
Die strahlende Sonne, die bei fehlenden Wolken die Temperaturen auf über 30 Grad ansteigen lässt.

Hallo, hier ist wieder Paula. Wetterwarnung mal anders. Kein Hochwasser, kein Unwetter, kein Gewitter und keine arktischen Verhältnisse. Nein, es werden 30 Grad und davor wird gewarnt.

Wetterwarnung gelb

Hier auf Gran Canaria wurde eine Wetterwarnung gelb herausgegeben. Es soll ab heute in den nächsten Tagen 30 Grad werden. Nachts werden es dann auch nur noch 22 Grad. Es werden Hinweise gegeben, wie man sich zu verhalten hat. Da auch kaum Wind weht, fühlen sich diese 30 Grad richtig heiß an.

Nicht für ganz Gran Canaria

Zu sehen ist nichts als blau. Blauer Himmel, wohin ich auch schaue.  Foto: Paula Petersen
Zu sehen ist nichts als blau. Blauer Himmel, wohin ich auch schaue.

Diese Wetterwarnung gilt für den Süden, Südosten und Südwesten. Im Norden, zum Beispiel Las Palmas, werden es bei Wolken nur 19 Grad. Und wie hier rechts bei meiner Wetter-Info zu sehen ist, ist es in Arinaga ein paar Grad kühler. Das ist angenehm, denn mir reichen auch schon 28 Grad bei leichtem Wind.

Sommer auf Gran Canaria

Zum ersten Mal erlebe ich den Sommer auf Gran Canaria. Bis dato war ich immer im Herbst auf dieser Insel, nicht zuletzt, weil die Flüge zu der Zeit sehr günstig sind. 30 Grad, strahlender Sonnenschein und kaum Wind, kenne ich daher nicht und bin gespannt wie es mir mit dieser Hitze ergeht.

Hauseigener Pool

hauseigener Pool für die nächtliche Abkühlung gerade bei den sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad sehr wichtig. Foto: Paula Petersen
hauseigener Pool für die nächtliche Abkühlung gerade bei den sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad sehr wichtig.

In meinen hauseigenen Pool sprang ich noch nicht, da das Wasser wirklich sehr frisch ist, was Kinder nicht stört. Aber sollte das Wetter so bleiben oder auch hier in Arinaga das Thermometer über 30 Grad anzeigen, werde ich vorm Schlafengehen einfach eine Abkühlung in diesem kühlen Nass wagen.

Sommer auch in Deutschland

Ich las heute, dass zum Siebenschläfer in Norddeutschland schönes Wetter ist, sodass ich mit meinen Wetterhinweisen keinen in Deutschland neidisch machen werde. Und nach dem ganzen Regen und dem anschließenden Hochwasser gönne ich das jedem, wenn auch in Deutschland endlich mal der Sommer einkehrt.

Eure,
Paula