Rennrad-Tour mit Igeln, Eidechsen, Ziegen und Kühen auf Gran Canaria

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Hallo, hier ist wieder Paula. Meine Gedanken wanderten heute beim Rennrad fahren zu vielen Tieren auf Gran Canaria: Igeln, Eidechsen, Ziegen und Kühen.

Bin vor der Sonne wach

Ich traue mich das ja kaum zu sagen, aber doch, ich wachte freiwillig um halb Sieben auf. Da war mein Schicksal geschmiedet! War ich gestern noch unschlüssig, ob ich fahren sollte, denn eine Rennrad-Tour würde ich in der Mittagssonne nicht schaffen, gab es nun kein Halten mehr. Ein Blick nach draußen in die Dunkelheit ließ mich ungeduldig ein paar spanisch Vokabeln lernen. Und alle paar Minuten blickte ich nach draußen und schaute, wie weit die Sonne schon war. Als es endlich hell genug war, fuhr ich los.

Viele Igel auf Gran Canaria

Heute begegnete ich vielen Tieren, die mir über den Weg liefen. Obwohl … liefen? Ich sah noch niemals in meinem so viele Igel, wie hier auf Gran Canaria. Jedes Mal, wenn ich einen Igel sehe, denke ich, huch, wie kommt der denn hierher? Instinktiv frage ich mich immer, wie dieser Igel den Weg aus Deutschland schaffte. ABer eigentlich ja quatsch, warum nur Deutschland? Aber denke ich an Igel, denke ich an Winterschlaf. Und wo bitte schön kann hier auf Gran Canaria ein Igel ein Winterschlaf halten? Genau! Also passt ein Igel nicht wirklich auf die Insel. Ich vermute mal, dass den hiesigen Igeln auch der Winterschlaf fehlt. Vermutlich erholen Sie sich im Winter, um im Sommer dann fit zu sein. Müssen sie ja auch, immerhin drohen böse Reifen mit Stahlkappen. Und kanarische Igel scheinen nicht fit zu sein, sonst würde ich nicht so viele auf dem Asphalt liegen sehen. Also … platt.

Eidechsen rascheln nur

Eidechsen sind ja schon fast ein Wahrheitszeichen oder werden hier, wie in Indien die Kuh, verehrt. Na ja, ganz so sicher nicht, aber es gibt Gehwegplatten mit eingestanzten Eidechsenformen, ebenso hängen an diversen Häusern und Felswänden übergroße Eidechsen, mal farblich angepasst, mal grell und bunt. Also diese Eidechsen höre ich ständig rascheln, wenn ich mit dem Rennrad unterwegs bin. Und bei jedem Rascheln denke ich, bleibt bloß wo ihr seid und unterschätzt mich nicht. Denn eines möchte ich niemals nicht erleben! Wenn ich einer Eidechse, die vor mir über die Straße läuft, den Schwanz abfahre. Nee, schon der Gedanke … fürchterlich. Noch fürchterlicher als Kakerlaken im Bett. Und auch da sehe ich viele auf der Straße, wenn auch nicht vom Rennrad-Reifen zertrennt, aber wohl von Autoreifen zerquetscht. Sieht auch nicht schön aus.

Füße statt toter Tiere auf Gran Canaria
Füße statt toter Tiere

Ziegen und Kühe halten sich versteckt

Ziegen und Kühe fallen einem Touristen auf Gran Canaria nicht wirklich auf. Zumindest mir nicht. Sie stehen auch nicht auf Weiden an den Straßen, wie in Deutschland. Als Kuh hätte ich auch keine Lust auf diese Hitze. Aber wenn ich mit dem Rennrad Richtung Landesinnere fahre, dann rieche ich öfters, dass Tierhaltung betrieben wird. Sehen tue ich keine Kühe, mal ein paar Ziegen, aber eigentlich sind die gut versteckt. Ich rieche sie und denke, wie in Deutschland. Es ist halt nicht alles anders auf dieser Insel.

Eine Begegnung mit einer Kuh

Allerdings wundere ich mich über die Hinweisschilder, die vor Kühen warnen. Bis dato sah ich bei diesen Schildern weit und breit keine Kuh und das darf auch gerne so bleiben. Habe keine Lust auf eine Bekanntschaft in den Bergen, wo ich keine Fluchtmöglichkeit habe. Gut, sie sollen friedlich sein, aber wer weiß das schon? Wer weiß, wie die Kühe hier auf Gran Canaria drauf sind. Vielleicht solidarisieren sie sich mit den toten Igeln oder Eidechsen und sehen dann nur, dass ich zwei potentielle Tötungs-Reifen mein Eigen nenne. Von so einer Begegnung muss ich hoffentlich hier niemals berichten.

Eure,

Paula

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