Rennrad Gruppenfahrt – aus 10 km wurden 100 dann 120 km

GC500 Richtung Arguineguin: links der Atlantik, rechts die Berge

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Hallo, hier ist wieder Paula. Eine Verabredung zu einer kurzen und ruhigen Rennrad-Tour in der Gruppe wurde zu einer schnellen 120 km Fahrt. Mein Entschluss intensiver Spanisch zu lernen reiften.

 

Rennrad-Tour im Süden von Gran Canaria
Rennrad-Tour im Süden von Gran Canaria

Erste Gruppenfahrt auf Gran Canaria

Wie wohl jeder andere Rennradfahrer, fahre ich gerne in der Gruppe. Und besonders dann, wenn ich als Frau immer am Hinterrad der Männer lutschen darf. Ergo, ca. 20% an Kraft einspare, wenn ich im Windschatten fahre. Deshalb freute ich mich über die Einladung von zwei Freunden. Sie wollten lediglich 10 km fahren und ganz locker und entspannt. Das traf sich gut, immerhin fuhr ich vor zwei Tagen eine 80 km Tour hinauf zum Stausee von Ayagaures im Süden von Gran Canaria. Von Maspalomas aus geht es Richtung Inselmitte mit schöner Aussicht und wenig Verkehr.

Kurze Tour, aber mit Spaß

Ich machte mich also für diese langsame Tour fertig. Ließ dieses Mal meine Bananen weg, die ich bei meinen langen Ausfahrten immer ausreichend mitnahm. Auch ließ ich die dritte Trinkflasche weg. Ich fragte mich zwar, warum die beiden nur so eine kurze Tour fahren wollten, aber dachte, sie sind sicherlich einen Tag vorher eine lange und anstrengende Runde gefahren. Dann ist es üblich, dass am folgenden Tag eine ganz lockere Tour zum Entspannen gefahren wird. Außerdem hatten sie bei der letzten Ausfahrt mitbekommen, dass ich nicht so schnell war. Bei einer langsamen Runde dachten sie wohl, dass ich mithalten kann. Ich nahm zwei Trinkflaschen mit, weil ich mittlerweile ja meine Pappenheimer schon kenne. Wer weiß, nachher fuhren sie doch 20 oder 30 km.

GC500 Richtung Arguineguin: links der Atlantik, rechts die Berge
GC500 Richtung Arguineguin: links der Atlantik, rechts die Berge

Den Überlegungen konnte ich nicht folgen

Am vereinbarten Treffpunkt angekommen fragte ich dann auch, ob es noch bei der lockeren und entspannten Tour blieb. Ja, ja, locker, 10 km. Gut. Der Blick der mich traf ließ mich kurz stocken. Dann überlegten sie wohin die Tour gehen sollten und als dann von Mogán die Rede war, kam mir das komisch vor. Erstens ist Mogán von Arinaga aus mindestens 60 km entfernt, also hin und zurück 120 km, und da die beiden das so selbstverständlich sagten, dämmerte mir plötzlich was hier schief gelaufen war. Die beiden sprachen immer von 100 km und ich hatte stattdessen geglaubt, sie hätten 10 gesagt. Nun denn. Obwohl ich eigentlich diez = 10 und cien = 100 gut auseinanderhalten konnte, aber wieso ich das in den falschen Hals bekam?

Spanischkenntnisse sind wichtig

Meine Frage war nun: Trotzdem mit? Ich freute mich ja auf die Gruppenfahrt, deshalb ja. Ich sagte vorsorglich schon mal, dass ich vor zwei Tagen bereits 80 km in den Beinen hatte, und ich nicht wüsste, wie mein Hintern reagieren würde. Ich fand die Ausrede gut. Da es die Hin- und Rücktour auf derselben Straße gefahren wurde, war es für mich kein Problem mittendrinnen umzudrehen. Bei meinem Tempo würden sie mich dann schon wieder einholen. So kam es dann auch. Ich fuhr lediglich bis Aguineguin (40 km), die beiden bis Mogán (60 km), aber erstaunlicherweise holten sie mich nicht ein. Hoffentlich fuhren sie nicht den ganzen Tag in einem Kreisel und warteten auf mich.

Eines war mir heute wieder klar geworden. Das Vokabeln pauken musste ich eine höhere Priorität geben.

Eure,

Paula

p. s.

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GPSies - 76km-900hm-Aguineguin